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6150 Euro für Impfungen und Nahrung

Sponsorenlauf 6150 Euro für Impfungen und Nahrung

Stolz überreichten die Schüler der Waldschule Wehrda den Spendenscheck in Höhe von 6150 Euro an Dr. Amala Neelsen von „Ärzte ohne Grenzen“. Die Summe war bei einem Sponsorenlauf zusammengekommen.

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Dr. Amala Neelsen von „Ärzte ohne Grenzen“ erhielt den Spendenscheck von den Schülern der Waldschule Wehrda überreicht.

Quelle: Verena Pophanken

Wehrda. Im Juli an einem heißen Sommertag liefen mehr als 150 Schüler eine beachtliche Summe während ihres Sponsorenlaufs zusammen.

Die Kinder der zweiten bis vierten Klassen mussten damals sogar gestoppt werden, da sie trotz der großen Hitze einfach weitergelaufen wären. Doch die Lehrer und Lehrerinnen der Waldschule Wehrda sorgten dafür, dass die Kinder nicht übertrieben.

Die Mühen hatten sich jedoch sehr gelohnt. Insgesamt liefen die Kinder bei ihrem Sponsorenlauf mehr als 6000 Euro zusammen.

Schon während der Organisation des Laufes war klar, dass das Geld an „Ärzte ohne Grenzen“ und somit die Menschen im Tschad in Afrika gehen solle.

Die Übergabe des Spendenschecks fand nun in der vollen Aula der Waldschule statt. Mehrere zweite, dritte und vierte Klassen versammelten sich, um Dr. Amala Neelsen zu begrüßen und ihr die Spende zu überreichen.

Während des Vortrags über „Ärzte ohne Grenzen“ waren die Grundschüler vor allem konzentriert und hingen an den Lippen der Ärztin, die in Marburg als Hausärztin praktiziert.Viele Fragen wurden vonseiten der Schüler gestellt. So etwa, ob „Ärzte ohne Grenzen“ Menschen aus alten und kaputten Booten retten würden.

Maßband am Arm zeigt,ob Kind mangelernährt ist

„Ja, das haben wir bereits vor der aktuellen Flüchtlingswelle gemacht“, beantwortete die Ärztin die Frage des Mädchens.

Spezielle Nahrung für unterernährte Kinder aus Ländern Afrikas reichte Neelsen durch die doch recht hohe Anzahl von Schülern. Jeder probierte von der Nahrung.

„Das sogenannte Plumby Nut geben wir Kindern, die stark unterernährt sind. Ob eins der Kinder an Mangelernährung leidet, finden wir mithilfe eines speziellen Maßbandes heraus“, erklärte die Ärztin. Dieses Maßband ist in drei farbige Teile unterteilt. Grün zeigt an, dass alles in Ordnung ist. Gelb steht für ein fast in Ordnung und bei Rot muss etwas unternommen werden. Das Maßband wird um den Arm des Kindes gelegt.

Dank der Summe, die beim Sponsorenlauf zusammenkam, wird Ärzte ohne Grenzen mehrere hundert Kinder entsprechend mit Impfungen und Nahrung versorgen können. „Eine Impfdosis kostet 25 Cent, was dank eurer Spende sehr viele Impfungen bedeutet“, sagte Neelsen mit einem Lächeln.

Gemeint ist die Masernimpfung. Denn eine Masernimpfung zählt nicht zu den üblichen Impfungen in Ländern wie Afrika. Bei der Frage, wer von den Schülern gegen Masern geimpft wurde, meldeten sich alle Kinder.

Insgesamt gibt es zirka 3000 internationale Hilfskräfte, die nicht nur aus Ärzten bestehen, und zirka 25000 einheimische Mitarbeiter, welche die internationalen Kräfte unterstützen.

von Verena Pophanken

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