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56-Jähriger muss zahlen

Bestechungsversuch im Amt 56-Jähriger muss zahlen

Mit 500 Euro hat ein 56-Jähriger Ende 2009 versucht, einen Sachbearbeiter der Ausländerbehörde in Marburg zu bestechen.

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In der Amtsgerichtsverhandlung vor gut einem Jahr wurde der Mann wegen Bestechung zu einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt.

Quelle: Archivbild

Marburg. Er wollte den Angestellten mit dem Geld dazu veranlassen, für eine ausländische Frau eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland auszustellen. Statt das Geld einzustecken, verständigte der Angestellte nach eigenen Bekundungen seinen Vorgesetzten und alarmierte die Polizei.

Der 56-jährige Angeklagte legte zu den Unterlagen der Frau, die nach Ansicht des Gerichts auf legalem Weg kaum zu einer derartigen Erlaubnis hätte kommen können, einen Zettel mit Hinweis auf einen „Essensgutschein“ als „Dank für die Bemühungen“ bei. Einen separaten Umschlag beschriftete er entsprechend. Darin befand sich der 500-Euro-Schein.

In der Amtsgerichtsverhandlung vor gut einem Jahr wurde der Mann wegen Bestechung zu einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Damals hatte er den Vorwurf bestritten und später Berufung gegen das Urteil eingelegt. Vor der 2. Strafkammer des Marburger Landgerichts wollte er Donnerstag eine Reduzierung des Strafmaßes erreichen, zog seine Berufung jedoch später zurück. Somit bleibt es bei der Bewährungsstrafe.

von Stefan Weisbrod

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