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„5 vor 12“: Protest gegen geplantes Gesetz

neues Schulgesetz „5 vor 12“: Protest gegen geplantes Gesetz

Der Entwurf der Landesregierung für ein neues Schulgesetz stößt auf Widerstand. Am Samstag protestierten Lehrer in 14 hessischen Städten.

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In Marburg informierten Vertreter der GEW über die befürchteten Folgen des geplanten neuen Schulgesetzes.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Unter dem Motto „Wir wollen keine Kaiser-Wilhelm-Schule! Es ist 5 vor 12“ begann um 11.55 Uhr auch am Marburger Hanno-Drechsler-Platz eine Aktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Etwa ein Dutzend Mitglieder der Kreisverbände Marburg und Biedenkopf und die GEW-Fraktionsvertreter des Personalrats des Kreisschulamtes wiesen Passanten mit einem Plakat und Flugblättern auf die aus ihrer Sicht drohenden negativen Folgen des geplanten Schulgesetzes hin.

Mit dem Motto wird vor einem Rückschritt in vordemokratische Zeiten wie unter Kaiser Wilhelm gewarnt. Es sei geplant, sagte GEW-Kreispressesprecher Hartmut Möller, die demokratischen Rechte von Gesamtkonferenzen, also die Beteiligung von Schülern und Eltern, zu beschneiden. Das Kultusministerium solle ermächtigt werden, Schulangelegenheiten ohne Parlamentsbeteiligung regeln zu können. Die Bildungsverwaltung solle zentralisiert, Schulen mehr in Richtung privatwirtschaftlicher Lenkungsmechanismen umstrukturiert werden, wo Schulleiter die Funktion eines „Chefs“ bekommen, so Möller. In Wirklichkeit gehe es um Gängelung der Lehrerschaft.

von Manfred Schubert

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