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34 neue Studentenwohnungen in der Ritterstraße

Studentenwohnheim 34 neue Studentenwohnungen in der Ritterstraße

Das Studentenwohnheim des Marburger Studentenwerks in der Ritterstraße 13 war nach Wasserschäden und Pilzbefall am Holz sanierungsbedürftig.

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Reinhold Rauch und Franziska Busch vom Studentenwerk zeigen eine marode Wohnung.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bis zur Schließung im April 2009 wurde das Haus in der Ritterstraße 13, das in unmittelbarer Nähe der Lutherischen Pfarrkirche inmitten der Oberstadt malerisch gelegen ist als Studentenwohnheim des Studentenwerks genutzt. Dort gab es 16 Wohnungen für Paare und junge Familien. Daraus sollen jetzt 34 Einzelappartements werden.

Wegen Wasserschäden und des Befalls mit Holzschädlingen ist das Haus allerdings dringend sanierungsbedürftig, erläuterte Franziska Busch, Pressesprecherin des Marburger Studentenwerks, der OP auf Anfrage. Bei einem Rundgang durch das Haus zeigte Reinhold Rauch von der Wohnungsabteilung des Studentenwerks der OP, an welchen Stellen es zu größeren Wasserschäden an den Stützbalken gekommen ist. Die durch Pilzbefall (Eichenröhrling) und einen Schädling (Gescheckter Nagekäfer) vor allem am Holz hinter der Verkleidung der Badezimmer hervorgerufenen Schäden machten eine Schließung des Gebäudes notwendig. Anderthalb Jahre wurde das Ausmaß der Schäden per Gutachten ermittelt.

Endlich ist es so weit

Die Wohnungen im Haus in der Ritterstraße sind entkernt.

Quelle:

Die grundlegende Innensanierung des Hauses, das nach Untersuchungen der Fachwerkbalken aus dem 17. Jahrhundert stammt und unter Denkmalschutz steht, steht unmittelbar bevor und soll Ende des Jahres beendet sein. Nur mit Landeszuschüssen und aus dem eigenen Budget konnte das Studentenwerk die Investition jedoch bisher nicht schultern. Das Studentenwerk hatte einen Antrag auf Förderung bei der Stadt auf 10000 Euro für jede Wohneinheit gestellt. Da insgesamt 34 Wohnungen entstehen sollen, würde das einen städtischen Zuschuss in Höhe von 340000 Euro bedeuten.

Jetzt besteht große Aussicht darauf, dass dieser Antrag Erfolg hat. Das signalisierte der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) beim Neujahrsempfang der Stadt Marburg. Laut Vaupel soll das beantragte Geld aus einem Sondertopf fließen: Darin sind für den Haushalt 2013 Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingestellt. Dieses Geld ist speziell für die Schaffung von zusätzlichem studentischen Wohnraum gedacht.

Für das Projekt Sanierung Ritterstraße 13 hat das Studentenwerk zudem einen Antrag auf eine Förderung in Höhe von 50000 Euro an das Landesamt für Denkmalpflege gerichtet, erläuterte Pressesprecherin Franziska Busch. Insgesamt plant das Studentenwerk eine Summe von etwa 1,4 Millionen Euro für die Sanierung des Hauses ein.

von Manfred Hitzeroth

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