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34 Jahre das Staatliche Schulamt verkörpert

Justiziar im Ruhestand 34 Jahre das Staatliche Schulamt verkörpert

Marburg. Bernhard Jeide (65), über Jahrzehnte Justiziar des Staatlichen Schulamts, geht heute offiziell in den Ruhestand.

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Bernhard JeidePrivatfoto

Quelle: Picasa

Marburg. Jeide hat fast 34 Jahre beim Staatlichen Schulamt gearbeitet und die Behörde mit aufgebaut. „Bernhard Jeide war das Staatliche Schulamt“, sagt der Stellvertretende Schulamtsleiter Bernhard Drude.

Nach seinem Jurastudium in Marburg arbeitete Jeide zunächst dreieinhalb Jahre in seiner Heimatstadt Frankenberg als Anwalt, ehe er 1979 zum Regierungspräsidenten nach Kassel wechselte und zum Landrat des Kreises Marburg-Biedenkopf abgeordnet wurde. Landesweit wurden damals Überlegungen konkret, in der Fläche Staatliche Schulämter einzurichten. Jeides Aufgabe beim Landkreis war, diese neue Behörde zu konzipieren und einzurichten.

„Danach hat man mich gefragt, ob ich nicht gleich im Schulamt arbeiten möchte“, erinnert sich der Jurist - und so wurde er Justiziar und Verwaltungsleiter des Staatlichen Schulamts. Drei Schulamtsdirektoren hat er erlebt, Bernhard Drude spricht über Jeide deswegen voller Hochachtung als Garant für Kontinuität in der Behörde. Für ihn hatte Jeide aber vor allem eine „riesige Bedeutung“ auch als Berater von Schulleitern, aber auch Personalräten, selbst von Schülern in allen denkbaren Rechtsangelegenheiten vom Arbeitsrecht bis zum Ordnungswidrigkeitenrecht. „Rechtsentscheidungen begleiten die gesamte Schullaufbahn, beginnend mit der Einschulung“, macht Drude deutlich, und Jeide ergänzt sein Credo: „Die Beratung ist das Wesentliche, nicht das Streiten vor Gericht.“

Jeide war zuletzt auch die Abwesenheitsvertretung von Schulamtsleiter Gerhard Müller. Mit einer amtsinternen Feier verabschiedete sich Jeide von den Kollegen im Amt, in dem er sich nach eigener Aussage „immer sauwohl“ gefühlt hat.

von Till Conrad

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