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30 Millionen Euro für Schulbauten

Bildungsbauprogramm 30 Millionen Euro für Schulbauten

Mit dem Bildungsbauprogramm (Bibap) will die Universitätsstadt Marburg von 2017 bis 2021 insgesamt 30 Millionen Euro in Marburgs Schulen investieren.

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Die Fassade der Adolf-Reichwein-Schule soll ab dem kommenden Jahr saniert werden. Die Stadt legte jetzt ihre Vorschlagsliste für die Investitionen in Schulbauten für die kommenden fünf Jahre vor.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach (beide SPD) stellten die Vorschlagsliste mit 29 Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen vor.

Sie wurde auf der Grundlage der Schulwünsche erstellt, in einer Projektgruppe mit den Betroffenen beraten und jetzt erneut den Schulen zugesandt.

Das Programm gehörte zu den zentralen Wahlkampfversprechen von Spies während des Oberbürgermeister-Wahlkampfs von 2015.

Der Unterschied zu den seit Jahren hohen Investitionen für die Schulunterhaltung ist nicht in erster Linie die Summe - die betrug auch in den vergangenen Jahren zum Teil 6 Millionen Euro und mehr, wenn man Landesprogramme hinzurechnet. Der Unterschied besteht vor allem in einer verbindlichen Verabredung aller Beteiligten, welche Schule wann dran ist. Nach Auskunft der Stadt wurden Schulleitungen, Lehrende, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern von Beginn an in einer Projektgruppe einbezogen.

Größter Brocken zum Start: Fassade der Adolf-Reichwein-Schule

„Das hohe Investitionsniveau soll für die Schulgemeinden über fünf Jahre vor allem auch verlässlich und verbindlich sein“, betont Spies, der zudem sagt: „Wir nehmen mehr Geld in die Hand, verpflichten uns jetzt für mehrere Jahre und zeigen so, welche zentrale Bedeutung Bildung in Marburg hat. Ich kenne sonst keine Kommune, die sich das traut.“ „Wir schaffen damit Sicherheit für die Schulen, die sich nicht mehr von Jahr zu Jahr und von Antrag zu Antrag hangeln müssen“, hebt auch Schul­dezernentin Weinbach hervor.

Größter Brocken für den Start des BiBap ist die Sanierung der Außenfassade der Adolf-Reichwein-Schule, für die 2017 2,5 Millionen Euro und 2018 weitere 1,8 Millionen Euro veran­schlagt sind.

Beim Gymnasium Philippinum soll 2017 die Sporthalle für 900000 Euro saniert werden. Für die Sophie-von-Brabant-Schule in der Uferstraße werden für die Sanierung der alten Sandsteinfassade im kommenden Jahr 800000 Euro ausgegeben. Und der Schul­campus Leopold-Lucas-Straße soll weiter ausgebaut werden: Für 2017 sind 300000 Euro für Radabstellanlagen vorgesehen.

Planungen für dieses Jahr erstmal aufgeschoben

Aufgrund der Haushaltssperre des Magistrats sind geplante Ausgaben für dieses Jahr auf das kommende Jahr geschoben werden, unter anderem die Sanierung bei der Adolf-Reichwein-Schule.

Insgesamt wurden 29 Baumaßnahmen in die Liste bis 2021 aufgenommen. Darunter sind 10 Sanierungen von Schulgebäuden, sechs Erweiterungs- oder Neubauten und drei Sporthallensanierungen.

Bei der Festlegung der Prioritäts-Schwerpunkte waren die Stichworte Erneuerung und Sanierung, Raumangebot und Arbeitsbedingungen, Inklusion und Barrierefreiheit sowie Energieeffizienz entscheidend. Auf der Basis dieser Schwerpunkte haben die Schulen bis Ende März mit Prioritäten versehene Anträge für die Investitionen eingereicht, aus denen die städtischen Fachdienste Hochbau und Schule dezernats­übergreifend eine Vorschlags­liste erarbeiteten. Viele der eingereichten Maßnahmen entsprachen den Notwendig­keiten, die auch auf der Agenda der Stadt standen.

Eine wesentliche Fragestellung für die Schulen ist der Brandschutz. Für die Martin-Luther-Schule ist deswegen für die Jahre 2018 und 2019 die Erstellung von zweiten Fluchtwegen für Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss vorgesehen. „Maßnahmen zum Brandschutz sind aber auch außerhalb von Bibap möglich“, machte Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach deutlich.

In diesen Tagen haben die Schulen die Liste von der Stadt zur Kenntnis erhalten, damit sie für ihren Bereich gegebenenfalls Rückmeldungen geben können. Die abschließende Vorschlagsliste soll dann nach den Sommerferien den städtischen Gremien vorgelegt werden, um in der Septembersitzung in der Stadtverordnetenversammlung zu einer Beschlussfassung zu kommen.

von Till Conrad

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