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24 neue Wohnungen für das Waldtal

Grundsteinlegung 24 neue Wohnungen für das Waldtal

Ende 2015 sollen im Waldtal 24 öffentlich geförderte Wohnungen der GWH Wohnungsbaugesellschaft Hessen bezugsfertig sein. Gestern wurde der Grundstein gelegt.

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Architektin Christine Ochs (von links), Bürgermeister Dr. Franz Kahle, Tobias Sauerbier, Geschäftsführer Bauprojekte der GWH, Egon Vaupel, Christian Wedler und Herbert Hirschler versenkten die Zeitkapsel, in der traditionell eine aktuelle Zeitung, Münzen, sowie die Baupläne für die Nachwelt erhalten werden.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Als „atemberaubend“ bezeichnete Christian Wedler, GWH-Geschäftsstellenleiter in Kassel, das Tempo von der Förderzusage durch das Land im Mai 2013 bis jetzt. Wer sich im Bauwesen auskenne, wisse, dass das nicht selbstverständlich sei. Dank sei daher auch den Verantwortlichen der Stadt geschuldet, die den Weg trotz fehlendem Baurecht geebnet habe. Das Projekt in der Straße „Im Rain“ gehöre zum ersten Bauabschnitt mit 82 Wohnungen in drei Quartieren eines Gesamtkonzepts, nach dem in den kommenden Jahren in Marburg 300 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen sollen. „Marburg braucht die Wohnungen und wir stehen zum Standort“, hob er hervor.

Wedler und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) verwiesen darauf, dass Anwohner derartige Bauvorhaben erst einmal kritisch sähen. Die Bürger seien aber intensiv einbezogen worden. Vaupel zeigte sich von einer letztlich großen Akzeptanz überzeugt. Schließlich werde die Qualität des Quartiers deutlich erhöht. Besonders lobte Vaupel, dass die Wohnungen barrierefrei werden.

In dem viergeschossigen „attraktiven Hochbau“, wie Wedler ihn nannte, werden 20 Zweizimmerwohnungen zwischen 45 und 60 Quadratmetern sowie vier Dreizimmerwohnungen mit je 72 Quadratmetern nach neuesten energetischen Standards entstehen. Alle werden einen Balkon oder Terrassenzugang haben. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit 13 Pkw-Stellplätzen und weiteren 11 Stellplätzen draußen. Die Gesamtkosten werden auf drei Millionen Euro beziffert. 15 000 Euro beträgt die Beteiligung der Stadt pro Wohnung. Das gelte auch für die weiteren Bauten, so Vaupel. 1,32 Millionen Euro ist die Fördersumme des Landes.

Der Wohnungsbaukoordinator der Landesregierung, Dr. Herbert Hirschler, erinnerte daran, dass das Land im vergangenen Jahr ein Sonderprogramm aufgelegt habe, das ab diesem Jahr von 62 Millionen Euro im Jahr verdoppelt worden sei. Die Förderung des Gesamtprogramms sei zugesagt. „Ich bin ein Fan der Ergänzungsbebauung“, sagte Hirschler. Denn die Vorteile eines gewachsenen Wohnumfeldes mit Infrastruktur wie Kindergarten lägen auf der Hand.
Abschließend verwies Vaupel darauf, eine aktuelle Studie habe ergeben, dass die Stadt 450 Wohnungen plus dezentrale Unterkünfte für Flüchtlinge brauche. Mit den 300 der GWH sei bereits ein großer Schritt getan. Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau sei beauftragt, Möglichkeiten zu prüfen – ebenso liefen Gespräche mit Privatleuten.

von Heiko Krause

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