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100 Meter Weg machen das Leben leichter

Goßfelden 100 Meter Weg machen das Leben leichter

Ab September werden Fußgänger und Radfahrer auf einem sicheren Weg vom Eisenwerk Goßfelden die Einmündung des Kieswerkes und damit den Radweg nach Sterzhausen erreichen können.

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Enge Geschichte: Die Goßfeldenerin Erna Jammer wagt sich mit ihrem Rollator auf die Bundesstraße. In wenigen Wochen sorgt ein mit Leitplanke abgetrennter Fußweg für mehr Sicherheit an der vielbefahrenen Straße am Ortseingang von Goßfelden.

Quelle: Michael Agricola

Goßfelden. Rund 21.000 Euro nimmt die Gemeinde Lahntal in die Hand, um auf 100 Metern neben der Bundesstraße 62 am Ortsausgang in Richtung Sterzhausen einen 2,25 Meter breiten asphaltierten Weg zu schaffen. Er wird mit einer Leitplanke vom motorisierten Verkehr auf der viel befahrenen Straße abgetrennt.

Bislang mussten Fußgänger auf einem schmalen Rasenstreifen neben einem Graben entlang gehen, wenn sie die kurze Strecke überwinden wollten. Mancher nutzte dazu auch teilweise die Fahrbahn. Andere, vor allem radfahrende Familien mit Kindern, mieden das Stück lieber. Und die Gaststätte „Zum Eisenwerk“ war aus Richtung Sterzhausen, etwa für Ausflügler, nur über einen großen Umweg anzusteuern. Daher erwartet Ortsvorsteher Wilfried Lies (SPD) nun von beiden Seiten aus eine deutliche Verbesserung für die Nutzer des Weges.

Sein Herzenswunsch sei dieses Projekt nicht gewesen, das gibt Bürgermeister Manfred Apell (SPD) zu. Es gebe in der Gemeinde durchaus andere Vorhaben, die mindestens ebenso wichtig seien. Mit der Verbindung werde zweifellos ein Gefahrenpunkt beseitigt, so der Verwaltungschef: „Es fragt sich nur: Muss man da wirklich vorbei gehen?“

Dennoch zeigte sich Apell gestern beim Ortstermin froh, den Goßfeldenern den langgehegte Wunsch erfüllen zu können – der sich in einstimmigen Beschlüssen im Ortsbeirat und in der Gemeindevertretung ausgedrückt hatte. Bislang fehlte dafür nur immer das Geld.

Ausgegangen war man bisher von 50.000 Euro Kosten für das Teilstück, nun wurde intern noch einmal neu gerechnet. Heinrich Graf vom Bauamt versichert, dass man mit den nun veranschlagten 21.000 Euro auskomme. Da keine Zuschüsse in Anspruch genommen werden konnten und auch das Konjunkturpaket hier nicht greift, trägt die Gemeinde die gesamten Kosten alleine.

Um auf die angestrebte Breite zu kommen, wird im übrigen auch der inzwischen funktionslose Entwässerungsgraben am Straßenrand mitbebaut. Die Entwässerung erfolge inzwischen komplett auf der anderen Straßenseite, so Graf.

von Michael Agricola

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