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1.300 Stimmen singen „Abi, Abi, Abitur“

"Abiparade" 1.300 Stimmen singen „Abi, Abi, Abitur“

In Marburg wird lautstark gefeiert: Die Straßen ­vibrieren, die Absolventen tanzen, singen und ­jubeln. Auf den Umzugswagen stehen die Abitu­rienten 2013 – vereint in ausgelassener Freude.

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Obwohl die mündlichen Prüfungen für den Abiturjahrgang 2013 noch anstehen, ließen es sich die Gymnasiasten nicht nehmen, das Ende ihrer Schulzeit ausgiebig zu feiern.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Blaulicht und Straßensperrungen. Jede Menge Polizeiwagen und Ordnungskräfte. Was im ersten Moment nach einer bedrohlichen Situation klingt, entpuppt sich schnell als ein riesiger Festzug durch Marburg. Und was da gefeiert wird, ist den Sprechchören zu entnehmen, die von knapp 1 300 Jungen- und Mädchenstimmen erklingen: „Abi, Abi, Abi, Abitur“ – schallt es von den bunt geschmückten Wagen. Viele Schaulustige, Verwandte und Freunde der Schulabgänger haben sich entlang der Strecke durch die Innenstadt versammelt. Auch am Rudolphsplatz klicken die Fotoapparate. Passanten machen mit ihren  Smartphones Bilder und kurze Videos von der feiernden Meute. Dazu tönt laute Musik aus den Boxen, die die Helfer auf den Wagen installiert haben. 35 dieser Helfer sind im Einsatz, sagt Matthias Dalwig, Organisator der Abiparade. Die Kräfte begleiten die Wagen und achten auf eventuelle Gefahrenquellen und darauf, dass das Alkoholverbot auf den Wagen auch eingehalten wird. Im Schritttempo geht es für die 14 Wagen weiter. Die Stimmung ist glänzend – die teilnehmenden Schulen überbieten sich gegenseitig, was Lautstärke und Dauer ihrer Schlachtgesänge betrifft.

Lob für die Ordnungshüter

Ein großes Lob zollt Veranstalter Dalwig den Ordnungshütern, die die Straßen für den Zug freihalten. „Die haben das wirklich sehr souverän gemacht“, sagt Dalwig. Wie viele Beamte an dem Einsatz beteiligt waren, wollte die Polizei Marburg jedoch nicht bekanntgeben.
Die Umzugswagen, die jede  Schule selbst organisierte, wurden besonders unter die Lupe genommen: Der Tüv in Marburg überprüfte die umfunktionierten Transportmittel vor Beginn der Fahrt auf ihre Straßentauglichkeit. Die Sicherheit ist ein zentraler Faktor bei der Massenveranstaltung – spätestens seit dem Vorfall aus dem vergangenen Jahr, bei dem fünf Schüler verletzt wurden, nachdem ein Holzgeländer auf einem der Wagen zu Bruch ging. Die Kontrollen sorgten dann auch am Freitag dafür, dass der Zug durch die Stadt mit etwas Verspätung begann. „Es wurde aber keine Beanstandungen an den Fahrzeugen gemacht“, sagte Dalwig. Es habe lediglich ein bürokratisches Problem vorgelegen, das den Start ein wenig verzögert habe. So zieht der Zug der Abiturienten durch Marburg, vom Georg-Gassmann-Stadion bis zum Afföllergelände. Dort steht das riesige Zelt, dort findet die Abi-Party statt, aber „nur“ bis 23 Uhr – länger dürfen Zeltfeiern in Marburg nämlich nicht andauern.

von Dennis Siepmann

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