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Zweiter Mørck-Krimi kommt ins Kino

Kinostart: „Schändung – Die Fasanentöter“ Zweiter Mørck-Krimi kommt ins Kino

Der dänische Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen hat mit seinem Ermittler Carl Mørck weltweit Fans. Nun kommt die zweite Verfilmung ins Kino.

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Der kauzige Menschenfeind Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) ermittelt wieder auf der Leinwand.

Quelle: Christian Geisnaes / NFP

Nach dem mysteriösen Verschwinden einer Politikerin im ersten Teil „Erbarmen“ muss der kauzige Ermittler sich dieses Mal mit einem furchtbaren Doppelmord auseinandersetzen. Damals, im Jahr 1994, wurden zwei Geschwister brutal ermordet. Der Verdacht fiel auf eine Gruppe Schüler aus einem nahe gelegenen Eliteinternat, die für ihre Gewaltorgien bekannt waren. Als ein anderer die Taten gestand, wurde der Fall abgeschlossen.

20 Jahre später aber wird Mørck (Nikolaj Lie Kaas) von dem Vater der ermordeten Geschwister auf der Straße angesprochen. Kurz darauf ist der Mann tot. Als Mørck dann in den Archiven auch noch auf den panischen Notruf einer jungen Frau stößt, die mit dem Verbrechen in Verbindung zu stehen scheint, bekommen er und sein Assistent Assad (Fares Fares) große Zweifel an dem Geständnis von einst.

Grausame Teenager werden brutale Erwachsene

Die junge Frau von damals, Kimmie (starker Auftritt von Danica Curcic), wird zur Schlüsselfigur in dem düsteren Drama um Macht und Gewalt, das die Ermittler in die höchsten Kreise der dänischen Gesellschaft und zum erfolgreichen Unternehmer Ditlev Pram (diabolisch: Pilou Asbæk) führt.

„Schändung“ erzählt eine düstere Geschichte über grausame Teenager, die brutale Erwachsene werden, eine Geschichte über das, was Macht und Ohnmacht aus Menschen machen können. Die These des Films: Geld verdirbt den Charakter.

Viele unvorhergesehene Wendungen hat der ziemlich klassisch erzählte Film zwar nicht, die sind aber auch gar nicht nötig, weil sich Spannung und Entsetzen auch so einstellen. Wie schon bei der „Erbarmen“-Verfilmung, die vor einem Jahr ins Kino kam, führte wieder Mikkel Nørgaard Regie.

Er setzt auf dunkle, harte Bilder, wie sie für das skandinavische Kino zwar nicht gerade untypisch sind. Seine große Kunst ist es aber auch, in dieser düster gefilmten Geschichte den feinen Humor herauszuarbeiten, den Autor Adler-Olsen darin versteckt hat.

  • Der Film startet im Cineplex.

von Britta Schultejans

 

Außerdem starten diese Woche im Kino unter anderem:

„Unbroken“

Hollywoodstar Angelina Jolie hat sich zum zweiten Mal auf den Regiestuhl gesetzt. Mit „Unbroken“ bringt die 39-Jährige die wahre Geschichte von Louis „Louie“ Zamperini (1917- 2014) auf die Leinwand. Der US-Amerikaner überlebte im Zweiten Weltkrieg den Absturz seines Kampfflugzeugs, harrte 47 Tage auf offener See in einem Schlauchboot aus und wurde schließlich von den Japanern gefangen genommen und gefoltert. Der Film hat eigentlich alles, was ein großes Epos braucht: Das Drehbuch der legendären Regie-Brüder Joel und Ethan Coen, die dramatische Filmmusik von Alexandre Desplat („Philomena“, „The King’s Speech“) und solide Darsteller wie Jack O‘Connell („‚71“, „300: Rise of an Empire“) als Louie. Doch der Produktion fehlt 
eine entscheidende Zutat: emotionale Anteilnahme und Wärme.

  • Der Film startet Capitol.
 

„Der große Trip – Wild“

Mit einem schweren Rucksack begibt sich Reese Witherspoon in einer ungewöhnlich taffen Rolle auf einen Wandertrip. „Der große Trip – Wild“ nach dem autobiografischen Bestseller der US-Autorin Cheryl 
Strayed ist nicht nur eine abenteuerliche Reise durch den Westen der USA, sondern auch ein spannender Weg zur Selbstfindung. Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée („Dallas Buyers Club“) hält den Extremmarsch der kaputten jungen Frau durch Wüsten, Wildnis und über hohe Berge in bewegenden Bildern fest. Nach mehreren Preisnominierungen wird Witherspoon mit ihrer Tour-de-Force auch als Oscar-Kandidatin gehandelt.

  • Der Film startet im Cineplex.
 

„The Gambler“

Es ist ein Teufelskreis aus Geld bekommen und Geld verzocken: Als „The Gambler“ („Der Glücksspieler“) setzt Mark Wahlberg im gleichnamigen Film sein Leben aufs Spiel. Dem Literaturprofessor Jim Bennett ist so ziemlich alles egal – Familie, Studenten, Aussehen und auch große Summen Geld. Wenn er verliert, lässt er sich mit Gangstern ein, um weiterspielen zu können. So riskiert er am Ende alles. Erst eine junge Studentin führt zu einem Sinneswandel - und der Liebe halber versucht Bennett auf den letzten Drücker die Kehrtwende.

  • Der Film startet im Cineplex.

von unserer Agentur

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