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„Zu viel Aufwand für Drauflegegeschäft“

Letztes Fimbulwinter-Open-Air „Zu viel Aufwand für Drauflegegeschäft“

Am Samstag ging im beschaulichen Langendorf die dritte Auflage des Filmbulwinter-Open-Air über die Bühne. Das einzige Metal-Open-Air-Konzert im Winter fand um letzten Mal statt.

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Ein Fan tanzt bei winterlich-trüber Witterung im T-Shirt zu den harten Klängen der Metalbands (linkes Foto). Der Kontakt zwischen Bands und Publikum ist beim Fimbulwinter-Open-Air sehr eng: Der Sänger von „Blood Fire Death“ hat sicherheitshalber Handschuhe angezogen. Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Langendorf. Nur die Harten kommen in den Garten, sagt ein deutsches Sprichwort. Und wer es noch ein wenig härter mochte, der kam am Samstag zum Fimbulwinter-Open-Air nach Langendorf. Rund 200 Fans der harten Klänge und vier Bands trotzten Regen und Kälte, um beim einzigen Metal-Festival, welches im Winter tatsächlich unter freiem Himmel stattfindet, dabei zu sein.

Der Eintritt zur Veranstaltung war wie immer frei und ein von Marburg aus fahrender Shuttlebus war bis auf den letzten Platz belegt. Über leicht verschlammte Wege fanden vier Bands den Weg auf die Bühne.

„Die Gesellschaft der Grauen Herren“ aus Marburg, die ihr Genre als „blackened progressiv Metal“ bezeichnen machte den Anfang. Es folgte die Formation „Angur“, die mit ihrem Folkmetal bei den Fans gut ankam. „Blood Fire Death“ brachten dann die Menge bei knapp drei Grad zum Rasen, bevor die Band „Negator“ beim Publikum einschlug und es so davor bewahrte Erfrierungen zu erleiden.

Wer mochte, konnte sich in der Schutzhütte aufhalten, sich mit Bratwurst und Bier versorgen und traf dabei auf Gleichgesinnte. Nicht wenige zog es auch zum Aufwärmen ans Lagerfeuer.

Zum Ausklang gab es eine Aftershow Party, bei der sich Organisatoren und die Metalgemeinde vom Fimbulwinter-Festival verabschiedeten. Es fand am Samstag zum letzten Mal statt: „Zuviel Aufwand für ein Drauflegegeschäft“, meinte Dany Reinhardt, einer der Verantwortlichen.

Für die heimische Metalgemeinde ist es trotzdem kein Grund zur Trauer, denn die Geschichte der Festivals in Langendorf wird weiter geschrieben.

Im Juli treffen sich dort alle zum „Ragnarock Open Air“ wieder, das sich inzwischen längst in der Szene etabliert hat. Dann ist garantiert auch das Wetter besser.

von Michael Hoffsteter

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