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Zehn coole Typen in Schwarz-Weiß

25 Jahre „Straight Bourbon“ Zehn coole Typen in Schwarz-Weiß

Seit 25 Jahren steht „Straight Bourbon“ auf der Bühne. Nun gaben sie im „Knubbel“ ein dreistündiges Jubiläumskonzert vor begeisterten Fans.

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Ein satter Bläsersatz sorgt bei „Straight Bourbon“ für Tempo und Rhythmus. Das Foto zeigt Jochen Mescheder am Saxophon und Sebastian Blum an der Trompete.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Jubiläen wollen zünftig gefeiert werden. Wenn dann noch hinzu kommt, dass mehrere Bandmitglieder in Marburg wohnen, will man es natürlich beim Heimspiel ordentlich krachen lassen. Genau dies tat die Rhythm-and-Blues-Band „Straight Bourbon“ im „Knubbel“ vor 350 Fans, die sich nicht nur in ihrer Bühnenkleidung an den legendären „Blues Brothers“ orientieren.

„Einfach nur super! Ich bin zwar nass geschwitzt bis auf die Knochen, aber es war großartig“, sagte eine Zuschauerin nach dem Konzert. Klassiker wie James Browns „I feel good“ oder auch „Son of a Preacher Man“ von Dusty Springfield versetzten das Publikum in eine tänzerische Ekstase. Wobei die eigentlich langsamen Songs oft durch erhöhten Takt und den peppigen Bläsersound von Trompete, Saxophon, Posaune & Co zu tanzbaren Stücken umfunktioniert wurden.

Das Publikum bestand größtenteils aus Menschen in ihren Vierzigern. Frontmann Norbert Bender erklärt sich dies so: „Das liegt vor allem an der Musik, die wir spielen. Es sind sicherlich einige Lieblingslieder aus der Jugend des ein oder anderen Zuschauers dabei.“ Er streute immer wieder Geschichten. Und er hatte viel zu erzählen. Schließlich existiert die Band mit Bassist Gerd Hasenkrug (kleines Foto: Kaiser) schon seit 25 Jahren.

Herausragend ist Sänger und Keyboarder Sebastian Storck. Mit einer Stimme, die stark an den jüngst verstorbenen Joe Cocker erinnert, verbreitete der 40-Jährige Gänsehaut. Nach eigenen Angaben wurde Storck zugetragen, dass eine Zuschauerin von seiner Stimme zu Tränen gerührt gewesen sei.

Ein Highlight des Abends waren die letzten Minuten: Mit „Hey Jude“ von den Beatles boten die „coolen Hunde“ zum Abschluss einen der größten Hits der Musikgeschichte dar. Nachdem die Instrumente verstummt waren, sang das Publikum den Text für mehrere Minuten weiter. „So was kommt nicht alle Tage vor. Das war Gänsehaut pur und einfach ein geiles Gefühl!“, schwärmte Bender.

Nach der Show war die Nacht für „Straight Bourbon“ noch lange nicht vorbei. Mit Freunden und Fans wurde gelacht, gescherzt und getrunken. Und was wurde getrunken? Bier! Kein Bourbon.

von Benjamin Kaiser

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