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Zehn Ausstellungen in einer Schau

2. Marburger Fototage der Volkshochschule Zehn Ausstellungen in einer Schau

Ausstellungen, Workshops und Präsentationen – alles, was für Foto-Fans spannend ist, wurde bei den zweiten Marburger Fototagen am Wochenende geboten.

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Markus Farnung (Zweiter von rechts) hat sich unter anderem der „blauen Stunde“ gewidmet. Hier erläutert er Besuchern seine Fotoarbeiten.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Von Geranien unter urlaubsblauem Himmel bis hin zu Kindern eines Ghettos in Bulgarien, von den alten Bahnhöfen der Region bis hin zu moderner Forschung an der Philipps-Universität – die Foto-Ausstellung der zweiten Marburger Fototage bieten eine tolle Vielfalt. Wobei man eigentlich die Mehrzahl verwenden sollte, denn es sind zehn Ausstellungen in einer.

In der Volkshochschule (Vhs) präsentieren vier Foto-Dozenten und die Marburger „Foto Community“ Werke zu verschiedenen Themen, wobei sich die Zugehörigkeiten dabei auch überschneiden.

Andreas Maria Schäfer, Gründer des Marburger Stammtisches der „Foto Community“ und seit 2014 auch Dozent an der Vhs, betrachtet in seiner Ausstellung „Top Down“ Menschen sozusagen von oben herab – „Street-Fotografie von oben“ ist das Motto. Jan Bosch, der als Wissenschaftler und Fotograf schon in vielen Ländern der Welt unterwegs gewesen ist – und der unter anderem auch als freier Mitarbeiter für die OP tätig ist, zeigt Eindrücke von seinen Reisen; unter anderem britische Pieranlagen und wunderbar wilde schottische Landschaften.

Bilder aus Bulgarien

Markus Farnung widmet sich einmal draußen in der Natur der „blauen Stunde“ und einmal hinter den Mauern der Philipps-Universität der Forschung in den verschiedensten Disziplinen.

Rolf K. Wegst – Mitinitiator der Marburger Fototage – ist für eine Reportage nach Sliven in Bulgarien gereist, wo Maria Hauschild und der Geiger Georgi Kalaidjiev das Projekt „Musik statt Straße“ ins Leben gerufen haben. Der Fotograf Wegst lernte den Musiker Kalaidjiev, der selbst aus Sliven stammt, über das Theater in Gießen kennen. Das Projekt gibt 32 Kindern aus einem Vorstadt-Ghetto zweimal pro Woche Musikunterricht und etwas zu essen.

Wegst hat eindrucksvolle, berührende Portraits von seiner Reise mitgebracht, von denen jedes eine ganz besondere Geschichte erzählt.

Georgi Kalaidjiev, der seit vielen Jahren auch das Stadtallendorfer Orchester Collegium musicum leitet, sorgte bei der Vernissage für die musikalische Umrahmung. Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach und die Leiterin der Vhs, Kirsten Fritz-Schäfer, übernahmen am Freitag die offizielle Eröffnung. Kirsten Fritz-Schäfer tritt auch in einem Teil der Ausstellung als Fotografin zutage: Gemeinsam zeigen die Vhs’ler nämlich noch „Geranien – eine KULTURpflanze“.

Workshops ergänzten die Ausstellung

Ein weiteres Gemeinschaftsprojekt ist die Ausstellung „Dialog der Bahnhöfe“. Ihr zugrunde liegen Aufnahmen von Gabriele Clement, Leiterin der Vhs des Landkreises Marburg-Biedenkopf, aus den 1980er Jahren. 30 Jahre später haben sich nun jeweils zwei Fotografen der „Foto Community“ auf Spurensuche an 13 Bahnhöfen gemacht.

Am Samstag und Sonntag ergänzten dann Workshops und Vorträge – zum Beispiel zur Bildbearbeitung oder zur Portrait­fotografie – das Angebot der Foto­tage und gaben Interessierten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und etwas zu lernen.

Auf mehrere Stockwerke des Vhs-Gebäudes in der Deutschhausstraße verteilt sind die insgesamt über 150 Fotografien in den nächsten Monaten noch zu den regulären Öffnungszeiten der Vhs zu besichtigen. Am Freitag wird die Ausstellung zur „Nacht der Kunst“ außerdem von 19 bis 24 Uhr geöffnet sein.

von Nadja Schwarzwäller

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