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X-mas-Swing in der Scheune

Konzert X-mas-Swing in der Scheune

Christmas in New Orleans“, „Jingle Bells“ mit karibischen Rhythmen und das Ganze auf dem mittelhessischen Land: Das schafft nur „Swinging Christmas“.

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Ulla Keller (rechts) und Wilhelm Bräutigam spielten „Swinging Christmas“ in in Dagobertshausen.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Dagobertshausen. „Never change a winning team“, heißt es im Sport – also niemals das Team wechseln, das gewinnt. Daran denken Ulla Keller und ihre „Jungs“ von „Swinging Christmas“ auch ganz und gar nicht, so viel Spaß, wie sie zusammen haben. Selbe Truppe, selbes Konzept. Und eine neue Location? Kann man ja mal ausprobieren.

Nachdem in den letzten Jahren die Waggonhalle bei den beschwingten Weihnachtskonzerten der Musiker jedes Mal restlos ausverkauft gewesen ist, haben sie nun eine ihrer beiden Vorstellungen erstmals in die Kulturscheune nach Dagobertshausen gelegt. Das Ergebnis: „Best Swinging Christmas ever“, wie Ulla Keller selbst danach schrieb. In der Waggonhalle am Freitag – ebenfalls beste, aber eben eher konzertante Stimmung. In Dagobertshausen am Sonntag bei Kaminfeuer und nur mit wenig Bestuhlung dann eine ganz andere Atmosphäre.

Musikalisches Geschenk mit Schleifchen

Die Karten für beide Veranstaltungen waren bereits lange im Vorfeld ausverkauft. „Swinging Christmas“ hat längst eine treue Fangemeinde und viele Zuhörer kommen auch zum ersten Mal. Das Publikum schnippste, swingte und tanzte jedenfalls mit Hingabe, beteiligte sich munter am Weihnachtslieder-Raten, bei dem es Sektfläschchen zu gewinnen gab und sang an vielen Stellen bereits in vorauseilendem Gehorsam mit, so dass Ulla Keller den Ausflug eines Chores vermutete.

Begleitet von Jan Luley am Klavier, Jens Dörr am Bass und Michael Müller am Schlagzeug liefern Ulla Keller und Wilhelm Bräutigam ein musikalisches Weihnachtspaket mit roter Schleife, Glitzer und Zuckerguss. Angefangen vom kleinen Rentier am Notenständer bis hin zur tanzenden Nikolausmütze beim Finale ist alles perfekt inszeniert. Und wenn dann noch ein Texthänger für Applaus sorgt und spontan überlegt wird, welche Schlagzeilen die Presse schreiben könnte, dürfte klar sein, dass es läuft.

Mehr als nur ein Konzert

„Blue Christmas“ und „Rudolph the red-nosed reindeer“ gibt es natürlich wieder zu hören, ebenso wie den „Christmas Song“ und eine schmissige Version von „Stille Nacht“. Um dem Publikum zu erzählen, „I saw Mummy kissing Santa Claus“, hat Ulla Keller sich in diesem Jahr Brille „Betty“ mitgebracht. Dass Wilhelm Bräutigam mehr Bühnenoutfits als sie selbst dabei hat, verrät sie auch ohne „Komplizin“. Dafür wird er dann aber auch wiederum gelobt – der beste Schieber-Tänzer jenseits der Lahn.

Es darf geschmunzelt werden und gelacht und geseufzt und geschmachtet – auf der Bühne ebenso wie im Publikum. Wer ein gewissermaßen klassisches Weihnachtskonzert erwartet, der ist bei „Swinging Christmas“ falsch. Auch wenn es klassische Weihnachtslieder zu hören gibt – oder sagen wir besser: klassisch amerikanische. Garniert wird das Ganze noch mit launigen Einlagen und Geschichten. Und nach mehr als zwei Stunden gab es wohl niemanden im Publikum, der nicht beschwingt und mit einem breiten Lächeln nach Hause gegangen wäre.

von Nadja Schwarzwäller

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