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Wunschkonzert mit neuem Dirigenten

Studierenden-Bigband spielte im KFZ Wunschkonzert mit neuem Dirigenten

An jedem Semesterende führt die Studierenden-Bigband Marburg ihre Abschluss-Show auf. So auch am Donnerstag, als sie mit einer Auswahl ihrer Lieblingsmusik überzeugte.

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Dicht gedrängt standen die Fans der Marburger Studierenden-Bigband vor der Bühne des Kulturladens KFZ.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Während in den Kneipen der Karnevalhochburgen Deutschlands der Alkohol floss und zur Partymusik gegröhlt und geschunkelt wurde, ging es im Marburger KFZ am Weiberfasching gesitteter zu.

Dort servierte die 22-köpfige Studierenden-Bigband dem Publikum bei ihrem Semesterabschlusskonzert eine abwechslungsreiche, zweistündige Show mit einem Mix aus nostalgischem Jazz.

Jedes Bandmitglied hatte sich für diesen Abend ein Musikstück wünschen dürfen. Die Begründungen reichten von emotional über pathetisch bis hin zu kurios. Unter anderem spielte die Band Musik von Altmeister Ray Charles.

Für den Gesang mit teilweise vorzüglichem Vibrato sorgte das Duo aus Philipp Meine und Domenika Buyuklieva – teils einzeln, teils im Duett. Allerdings waren Lieder an diesem Abend eine Seltenheit, denn das Konzert bestand weitgehend aus Instrumentalwerken. Wie bei jedem Konzert einer Bigband waren auch am Donnerstag die Blasinstrumente das Herzstück. Mit 16 Trompeten, Posaunen und Saxophonen warteten die Studierenden auf.

Saal zum Tanzen viel zu voll

Alle Instrumentalisten durften bei Soli zeigen, was sie musikalisch auf dem Kasten haben. Vor allem das Einzelstück von Altsaxophonistin Josianne Kollmann ging unter die Haut. Den donnernden Applaus des Publikums verdiente sich die junge Frau redlich.

Eine ebenso hervorragende Darbietung lieferte Toma El-Sarout ab. Dem neuen Percussionisten der Band stand die Lust am Musizieren förmlich ins Gesicht geschrieben und er sorgte zusammen mit Schlagzeuger Oliver Born stets für den richtigen Beat. Unter anderem war es der Leistung der beiden Männer zu verdanken, dass quasi jedes Stück tanzbar war. Vor allem die Swing-Stücke luden geradezu zum Tanzen ein.

Das geschah jedoch kaum. Vereinzelt konnte man Zuschauer beobachten, wie sie von einem auf das andere Bein trippelten und mit den Schultern wippten. Eine offensichtliche Erklärung für diese Zurückhaltung hatte Sänger Philipp Meine parat: „Kam bestimmt daher, dass es ziemlich voll war.“ In der Tat wäre wohl jeder, der das Tanzbein geschwungen hätte, einem anderen Besucher des randvollen KFZ auf den Füßen herumgetrampelt.

Um das Optimum herauszuholen, hatte sich die Band für Show und Proben, die im November letzten Jahres begonnen hatten, den freischaffenden Musiker Dirk Kunz als Dirigent ins Boot geholt.

„Die Zusammenarbeit hat gut geklappt, und ich bin sehr zufrieden. Es war natürlich auch anstrengend, aber ich hatte sehr viel Spaß und wäre im kommenden Semester gerne wieder mit an Bord“, meinte Kunz.

von Benjamin Kaiser

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