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Wunderbar entspannte Tanzmusik

Semana Latina Wunderbar entspannte Tanzmusik

Was für ein Wochenende in der Waggonhalle: Am Samstag strömten erst die Massen zum Flohmarkt. Kaum waren die Stände abgebaut, kamen Hunderte zum Kinderfest. Und am Abend wurde brasilianisch getanzt. Die Semana Latina hat begonnen.

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Chris Quade Couto (von links), Léo dos Santos und Monique Rocha präsentierten entspannte Tanzmusik aus Brasilien.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Seit sieben Jahren organisiert der Marburger Musiker, Chorleiter und Komponist Jean Kleeb die Semana Latina. Dabei nutzt der Brasilianer vor allem seine ausgezeichneten Kontakte in die deutsche Latino-Szene. Er holt keine Superstars nach Marburg, dafür würde der beschiedene Etat des kleinen Festivals nicht ausreichen.

Kleeb holt Gruppen wie „Las Sombras“, die gestern Abend Tango Noir zelebrierten, oder das Trio „Os Capangas“ aus Köln, die das Festival am Samstag nach dem Massenauflauf beim großen Kinderfest zum Weltkindertag (mehr auf Seite 4) mit wunderbar entspannter Tanzmusik aus Brasilien eröffneten. Der Akkordeonist Léo dos Santos lebt in Köln, stammt aber aus dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco im Nordwesten des riesigen Landes. Gemeinsam mit der Sängerin Monique Rocha und dem Sambatrommler Chris Quade hat er sich dem Forró verschrieben, einem Musikstil aus dem Norden Brasiliens, der mittlerweile im ganzen Land gespielt wird. Nicht die hierzulande bekanntere Samba, sondern der Forró sei die eigentliche Musik des Volkes in Brasilien, betont Kleeb lachend, während er sich in den Waggonhallen über die Tanzfläche bewegt. Die Musik ist einfach und nicht übermäßig schnell. Man braucht nur ein Akkordeon, eine Triangel oder ein anderes Rhythmusinstrument sowie eine Trommel. Und schon gibt es kein Halten mehr.

Eine nette Aufforderung, doch zu tanzen - mehr war nicht nötig, um die gut 150 Besucher des Eröffnungskonzertes auf die Tanzfläche zu bringen und eine Ahnung von einem Forró-Fest in Brasilien zu bekommen. Man braucht keine besonderen Vorkenntnisse, um den Forró zu tanzen, keine komplizierten Schrittfolgen. Auch das macht diese Musik so sympathisch. Den Rest besorgen der Rhythmus und der Gesang. Und schon bald zauberte das Trio ein Lächeln in die Gesichter der Tanzenden, die „Os Capangas“ für jedes Lied feierten.

Montagabend hält die Mapuche-­Aktivistin Llanquiray Painemal ab 20 Uhr in der Waggonhalle auf Einladung des Weltladens einen Vortrag über die aktuelle Situation der chilenischen Ureinwohner.

Dienstagabend liest Rafael Cardoso ab 20 Uhr aus seinem Buch „Sechzehn Frauen - Geschichten aus Rio“.

von Uwe Badouin

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