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Würdige Preisträger

Otto-Ubbelohde-Preis Würdige Preisträger

Inge Eismann-Nolte, Wolfgang Achenbach und der Arbeitskreis der Marburger Gästeführerinnen und Gästeführer wurden am Freitagabend mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2015 ausgezeichnet.

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Die Preisträger Inge Sturm (von links) und Johanna Schneider für die Gästeführer, Kreistagspräsident Detlef Ruffert und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Preisträgerin Inge Eismann-Nolte, Landrätin Kirsten Fründt und Preisträger Wolfgang Achenbach im Hof des Biedenkopfer Schlosses.

Quelle: Manfred Schubert

Biedenkopf. Seit 1997 vergibt der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Otto-Ubbelohde-Preis für besondere Leistungen in den Bereichen Denkmalpflege, Heimatkunst, Heimatgeschichte, Pflege des heimischen Brauchtums und Beschäftigung mit dem Werk Otto Ubbelohdes. Seit 2003 wird der mit jeweils 1000 Euro dotierte Preis feierlich im Schloss Biedenkopf übergeben, stets an einen Vertreter aus dem Hinterland, aus dem Altkreis Marburg und an einen Verein.

54 Bewerbungen waren in diesem Jahr für den Preis eingegangen, der zum 29. Mal verliehen wurde. Von der Jury ausgewählt wurden die in Mardorf lebende und vielseitig kulturell aktive Inge Eismann-Nolte, der in Wallau lebende Künstler Wolfgang Achenbach und der Arbeitskreis der Marburger Gästeführer.

„Ich freue mich sehr darüber, dass auch zur 29. Preisverleihung des Otto-Ubbelohde-Preises noch so tolle Bewerbungen bei uns eingegangen sind“, sagte Landrätin Kirsten Fründt.

Inge Eismann-Nolte erhält den Preis „in Anerkennung ihres vielseitigen künstlerischen und kulturellen Engagements“. Sie sei auf sehr vielfältige Art und Weise aktiv, betonte die Landrätin.

Sie arbeite als freischaffende Künstlerin, engagiere sich im Kulturspektakelverein Amöneburg, sei aktives Mitglied in der Backhausgemeinschaft Mardorf, arbeite im Arbeitskreis Dorfgeschichte Mardorf bei der Gestaltung der Sammelhefte mit sowie im Arbeitskreis Dorfentwicklung. Die Landrätin hob auch ihr Engagement in schulisch-künstlerischen Projekten an der Grundschule in Mardorf hervor.

Inge Eismann-Nolte sagte: „Ich war sehr überrascht, als Dr. Markus Morr anrief. Ich hätte nicht damit gerechnet. Ich danke meinem Mann, der mich vorgeschlagen hat. Es macht mir sehr viel Spaß, in der Backhausgemeinschaft, den Arbeitskreisen und der Schule mitzuarbeiten.“

Wolfgang Achenbach erhält den Otto-Ubbelohde-Preis für seine künstlerischen Leistungen. Er sei einmal bei einer Ausstellungseröffnung als „Landschaftsjäger“ bezeichnet worden, der immer auf der Jagd nach schönen Landschaften sei, so Kirsten Fründt. Achenbach sei ein großer Verehrer von Monet und befasse sich seit vielen Jahren mit der Landschaftsmalerei.

Im Zentrum seiner impressionistisch inspirierten Malerei stehen Motive aus dem ganzen Landkreis. Ganz im Sinne von Otto Ubbelohde sei er ein Maler, der seine Landschaftsmotive innerlich aufnimmt und die Stimmungen auf die Leinwand übertragen kann.

Wolfgang Achenbach fasste sich in seiner Danksagung kurz: „Ich bin kein großer Redner. Herzlichen Dank an die Jury und an Dr. Morr, der mir den Tipp gab, mich um den Preis zu bewerben. Ich freue mich unheimlich, herzlichen Dank!!“

Der dritte Preisträger ist der Arbeitskreis Marburger Gästeführer . Die Gruppe werde für die eindrucksvolle Vermittlung historischer Themen der Stadt Marburg ausgezeichnet.

Dank professioneller Schulungen, sorgfältiger individueller Vorbereitung und einem regelmäßigen Austausch bereiteten die versierten Gästeführer die Marburger Historie nicht nur auf, so die Landrätin. Sie präsentieren diese auch anschaulich in der Praxis.

Durch dieses besondere Engagement erschienen oftmals sogar weitgehend unbekannte geschichtliche Orte in neuem Licht. Zudem erinnerten die Mitglieder an regionale Traditionen, erzählten Marburger Anekdoten weiter und erweckten historische Figuren zum Leben, betonte die Landrätin. Die Stadtführungen seien sowohl für Gäste als auch für Einheimische ein Erlebnis der besonderen Art. Auch ein Rundgang für mobil eingeschränkte Menschen wurde inzwischen ermöglicht.

Stellvertretend nahmen Johanna Schneider und Inge Sturm den Preis entgegen. Schneider erklärte, dass dem seit mehr als 30 Jahren bestehenden Arbeitskreis derzeit mehr als 60 Gästeführer angehören, die sich selbst vorbereiten und immer neue Führungen ausdenken. „Jetzt bereiten wir zusammen mit der Stadt und dem Landkreis eine neue Führung für das Lutherjahr vor“, verriet sie.

Mit einer italienischen Opernarie und Liedern von Richard Strauss umrahmten Tenor David Schröder und Pianistin Silvia Salzbauer die Verleihung. Eckhard Hofmann und Jürgen Homberger, Preisträger 2013, hielten bei der Preisverleihung den Festvortrag „Tracht – Synonym für Heimat“ (kleines Foto: Manfred Schubert).

von Manfred Schubert und Uwe Badouin

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