Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
„Wollen verschönern, nicht verschmieren“

Kunst-Event in Cappeler Parkhaus „Wollen verschönern, nicht verschmieren“

Das Event „Auftakt der Kunst“, organisiert von Ruken‘s Galerie, führte Graffiti-Künstler und Breakdancer zusammen.

Voriger Artikel
Mit Sintflutabenteuer 
in die Sommerferien
Nächster Artikel
Musikalische Reise nach Norwegen mit Jean Kleeb

Der 19-jährige Grafitti-Künstler Sprayer Jan Aike Hustedt sprayt eine Wand in einem Cappeler Parkhaus.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Egal, welche Künstler man dort fragte, es kam immer die gleiche Klage: Die Stadt Marburg unterstütze Hip-Hop-Projekte zu wenig, Hip-Hop friste in der Universitätsstadt ein Nischendasein. So war es bezeichnend, dass die Veranstaltung „Auftakt der Kunst“ am vergangenen Wochenende in einem abgelegenen Parkdeck in Cappel stattfand.

Hip-Hop ist eine aus den USA stammende Kultur, die Rap, Breakdance und Graffiti verbindet. Graffiti-Künstler aus Marburg und Umgebung konnten an den Wänden des Parkdecks unter der Praxisklinik Marburg ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Sprayer sprühten keineswegs einfach wild drauf los. „Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich sprayen will und eine Skizze mit Bleistift auf Papier gemalt“, sagte Lars Hornung von der „SRM-Crew-Marburg“ und fuhr fort: „Abgesehen von zwei bis drei Freiflächen, haben wir in Marburg keinen Platz. Es wäre toll, wenn uns die Stadt mehr Chancen geben würde. Wir wollen verschönern, nicht verschmieren.“

Die rund 100 Besucher erlebten auch Rapper und Breakdancer in Aktion. Vor allem der Breakdance-Battle, an dem vor allem Mitglieder der Marburger Funky Harlekinz Crew teilnahmen, war auf einem guten Niveau. Joschi Tischkau, pädagogischer Mitarbeiter des Waldtaler St.-Martin-Hauses, hofft auf weitere Veranstaltungen wie „Auftakt der Kunst“: „Die Besucher hatten viel Spaß, ich hoffe, dass wir in Zukunft Hip-Hop in Marburg einer breiteren Masse zugänglich machen können.“

Auf offene Ohren stoßen die Künstler zumindest bei der kurdischen Galeristin Ruken Halise Adsan: „In meiner Heimat gibt es keine Jugendprojekte, keine Plattform für junge Künstler. Deshalb ist es mir wichtig die Jugendlichen in Marburg zu unterstützen. Außerdem sind viele Talente dabei.“ Mitorganisiert wurde das Event vom Marburger „Nachtschatten Kollektiv“.

von Benjamin Kaiser

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr