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Wolf Wondratschek wird 70

Literarisches "Enfant terrible" Wolf Wondratschek wird 70

Dem deutschen Schriftsteller, Dichter und Hörspielautor Wolf Wondratschek wurden im Laufe seiner Karriere viele Rollen zugeschrieben: Rock-Poet, Literatur-Macho und 68er-Rebell sind nur einige. „Carmen oder Bin ich das Arschloch der achtziger Jahre“ betitelte er 1986 selbst ein episches Poem mit vielen autobiografischen Bezügen. Am Mittwoch, 14. August, wird Wondratschek 70 Jahre alt.

Wien. Wondratscheks Texte spiegelten in den 1960er-Jahren die radikale bürgerliche Stimmung wider. Sein 1969 veröffentlichter Prosaband „Früher begann der Tag mit einer Schusswunde“ wurde zum Kultbuch. Dann beschäftigte er sich mit der Mann-Frau-Beziehung und mit Männermythen („Die Einsamkeit der Männer“).

Kritiker warfen ihm immer wieder Machotum und ein zu traditionelles Frauenbild vor. „Ich baue auf den Ruhm post mortem“, sagte Wondratschek einmal zur „Süddeutschen Zeitung“.

Der leidenschaftliche Box-Fan wurde 1943 in Rudolstadt in Thüringen geboren und wuchs in Karlsruhe auf. In den 90er Jahren zog Wondratschek nach Wien.

Heute pendelt er zwischen Wien und München. Im August erschien sein neues Werk „Mittwoch“, das mit wechselnden Protagonisten den Streifzug durch das alltägliche Leben darstellt. (dpa)

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