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Witz und Action mit zwei Hollywood-Topstars

Kinostart: „The Nice Guys“ Witz und Action mit zwei Hollywood-Topstars

Sie sind völlig ungleiche Privatdetektive, doch gerade das macht „The Nice Guy“ so unterhaltsam. Kult-Regisseur Shane Black schickt Russell Crowe und Ryan Gosling in L.A. auf eine schrille Verbrecherjagd, im Smog der 1970er-Jahre.

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Ryan Gosling (links) und Russell Crowe sind „The Nice Guys“ – zwei 
abgefeimte Detektive.

Quelle: Concorde Filmverleih/Daniel McFadden

Vor knapp 20 Jahren ging Russell Crowe in „L.A. Confidential“ als zuschlagender Cop im Los Angeles der 1950er-Jahre auf Verbrechersuche. Das brillante Gangster-Drama machte den neuseeländisch-australischen Schauspieler auch in Hollywood zum Star.

In „The Nice Guys“ darf sich Oscar-Preisträger Crowe („Gladiator“) nun wieder in der Stadt der Engel austoben. Es ist das Jahr 1977, Los Angeles liegt unter einer Smog-Glocke. Der raubeinige Privatdetektiv Jackson Healy (Crowe) trägt bunte Hawaiihemden über dem dicklichen Bauch.

Für einen lukrativen Auftrag tut er sich mit dem trinkfreudigen, trotteligen Kollegen Holland March (Ryan Gosling) zusammen. Die Tochter einer undurchsichtigen Richterin (Kim Basinger) ist verschwunden. Der Streifzug durch L.A. führt ins Porno-Milieu, auf heiße Partys und zu knallharten Auftragskillern.

Regisseur Shane Black präsentiert schrille Action und eine überdrehte Geschichte im Mix mit coolen Sprüchen und blutiger Brutalität – „The Nice Guys“ ist ein schwarzhumoriger Film noir mit reißerischen Horror-Momenten à la Quentin Tarantino und viel Buddy-Action.

Muskeln und Macho-Sprüche

Nach der Regie des Blockbuster-Films „Iron Man 3“ findet Shane Black mit „The Nice Guys“ zu seiner Kult gewordenen Handschrift zurück. Schon sein erstes Drehbuch „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ war ein Feuerwerk von Witz, Action und Buddy-Gefühlen. 1987 wurde die Krimi-Komödie mit Mel Gibson und Danny Glover zum Kinohit.

Nun gibt Black dem Helden Crowe coole Macho-Sprüche und die maskuline Schlagkraft mit, Gosling ist die perfekte Mischung aus Tollpatschigkeiten und Unschuldsblicken. Beide haben ihre Fehler, aber auch Charme und eine weiche Seite.

Die zeigt Holland March vor allem als liebevoller Papa der frühreifen Holly, pfiffig gespielt von der jungen Australierin Angourie Rice. Die 13-jährige Holly steht ihrem Vater rührend, aber selten erfolgreich bei seinen Einsätzen zur Seite.

Eine Verfolgerin will sie mit heißem Kaffee ausschalten, doch der Kanneninhalt ist längst kalt, Holly hat wieder einmal Pech. Diese harmlosen Momente sind eine kleine Verschnaufpause in den ansonsten schnellen und stellenweise recht brutalen Action-Szenen.

  • Die Action-Komödie war am Mittwoch als OP-Vorpremiere zu sehen. Aufgrund einer Panne können keine Filmtestkarten ausgewertet werden.

von Barbara Munker

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