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Wildwest im fernen Australien

Buch Wildwest im fernen Australien

In den USA war Howard L. Andersons Roman „Albert of Adelaide“ ein Überraschungserfolg. In Deutschland ist die kuriose Geschichte von Beutel- und Schnabeltieren, von einem amerikanischen Waschbären und einem Tasmanischen Teufel bei Ullstein unter dem Titel „Albert - Ein glorreiches Schnabeltier“ erschienen.

Marburg. Der Roman sei wie „Farm der Tiere“ nur ohne Farm, dafür mit Schnaps, Schusswaffen, Beuteltieren, wirbt der Verlag. Andersons kleiner Held Albert hat genug vom Zoo, bricht aus und macht sich von Adelaide im Süden Australiens auf den langen Weg nach Norden. Irgendwo dort in der endlosen Wüste muss das „Alte Australien“ liegen, hat man ihm erzählt. Albert trifft auf jede Menge Tiere, trinkfeste Bandicoots, auf einen pyromanischen Wombat, auf tapfere Dingos und skrupellose Possums. Und sehr schnell merkt das kleine, wasserliebende Schnabeltier Albert, dass die staubtrockene Wüste Australiens ein recht rauer Ort ist. Doch Albert wird ein Held wider Willen.

Drehbuchautor und Rechtsanwalt Anderson hat seine Fabel als klassischen Abenteuerroman mit Westernatmosphäre verpackt. Es gibt so viele Kneipenschlägereien, Schießereien, Überfälle und Brandstiftungen, dann man als Leser sehr schnell vergisst, dass es sich bei den ziemlich verrückten Protagonisten um Tiere handelt.

Howard L. Anderson: „Albert - Ein glorreiches Schnabeltier“, Ullstein-Verlag, 270 Seiten, 16 Euro.

von Uwe Badouin

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