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Wilde Schwäne kehren 
in die Oberstadt zurück

Hessisches Landestheater Wilde Schwäne kehren 
in die Oberstadt zurück

Zum dritten Mal organisieren Schauspieler und Mitarbeiter des Hessischen Landestheaters die Reihe „Wilde Schwäne“. Am Freitag geht es los im ehemaligen Ladenlokal Kratz am Hirschberg 18.

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für Action-Fans

Das Landestheater eröffnet die Wilde-Schwäne-Außenstelle am Hirschberg: Mit dabei sind der Dramaturg Simon Meienreis (vorne von links), die Schauspielerinnen Julia Glasewald, Insa Jebens und Lene Dax sowie der neue Marketingleiter Janosch Pomerenke.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. „Das wird hier alles noch ein bisschen aufgepeppt, schöner gemacht“, sagt Simon Meienreis. Er verspricht: „Alles wird noch besser.“ Die Schauspielerin Lene Dax etwa wird noch 300 bis 500 Deko-Tüll-Pompons basteln, Schwäne werden gefaltet, Tische und Stühle aus dem Fundus herbeigeschleppt.

Zum Auftakt am Freitag soll sie fertig sein, die Bühne für recht spezielle Projekte: Mit dem Slogan „kurz geprobt, heiß serviert“ wirbt das Theater für die Reihe, die von Theatermitarbeitern selbst organisiert wird und bis zum 6. Februar ein wahrhaft buntes Programm präsentiert.

Actionlesungen etwa über den Sexmob von Köln am kommenden Dienstag, ganz normale Lesungen, Filme und Firlefanz, ­Superheldenhörspiele, Kabarett, sehr viel Live-Musik von heimischen Bands wie „Howdiemania“ mit dem OP-Redakteur Carsten Beckmann an Gitarre und Mikro, Sonic Limb, Mighty the Mighty und „Soul Kitchen“ Hausband.

Eine „Mischung aus Ernst, Spaß und Trash“

Es gibt „Zukunftstalks“ mit dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie und dem Soziologen Stephan Lessenich, Theaterproduktionen wie „Steilwand“ oder „Homo Empathicus“ und Kopfhörersausen. „Wir stellen das alles gemeinsam auf die Beine, es ist ein Projekt der Künstler des Theaters“, sagt Meienreis. Auch die Thekenschichten werden geteilt.

Das Ziel des Teams: Sie wollen ein anderes Publikum erreichen, das vielleicht seltener den Weg ins Theater findet, und Raum schaffen für andere, kleinere Projekte – eine „Mischung aus Ernst, Spaß und Trash“. Ernst etwa wird Julia Glasewalds Lesung aus dem Buch „Afghanistans verborgene Töchter“. Das Buch habe sie sehr bewegt, sagte sie beim Pressegespräch.

Marketing-Chef Janosch Pomerenke hofft, dass das ehemalige Geschäft Kratz für die kommenden zwei Wochen ein Ort der Begegnung wird. Rund 40 Besucher fasst der Raum. Nach dem Motto „Reden.Trinken.Kunst“ soll das Angebot sehr niederschwellig sein. Man kann jederzeit kommen und ­ gehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Jedem Besucher steht es frei, ob und wie viel er zahlen will. Dafür gibt es eine Spendenbox.

Am Freitag fällt der Startschuss

Die „Wilden Schwäne“ sind an den Veranstaltungstagen von Dienstag bis Samstag immer ab 19 Uhr geöffnet, an den beiden Sonntagen (24. und 31. Januar) ab 15 Uhr.

Start der Reihe ist am Freitag. Um 21 Uhr gibt es eine Actionlesung des Bochumer Theatermachers Arne Nobel unter dem Titel „The Lizard King“ – es ist eine Hommage an Jim Morrison, an Lyrik und Rock‘n‘Roll. Um 23 Uhr beginnt der „EröffnungsBÄÄM“.

Am Samstag liest ab 20 Uhr der Autor Peter Wawerzinek aus seinem Roman „Ich Dylan Ich“. Ab 21.30 Uhr spielt „Sonic Limb“. Um 23 Uhr beginnt eine Kopfhörersause. Am Sonntag heißt es ab 15 Uhr „No Hangover“. Geboten werden „Filme & Firlefanz“. Ab 20 Uhr spielt MoGlo.

  • Das komplette Programm finden Sie auf der Homepage des Hessischen Landestheaters: www.theater-marburg.com

von Uwe Badouin

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