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Wilde Mischung reißt das Publikum mit

Akkordeonfestival Wilde Mischung reißt das Publikum mit

Es war ein Höhepunkt des Akkordeon-Festivals: Der Auftritt von „Faela!“. Tanzend und swingend lauschten 280 Besucher den Klängen der impulsiven schwedischen Band.

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Die schwedische Band „Faela!“ überzeugte mit Spielfreude und Tiefgang. Im Bild zu sehen sind die Bandmitglieder Mika Forsling (von links), Michael Miño, Hugo Coronel, Akkordeonspieler Edin Bahtijaragic und Emil Sjunesson.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Marburg. Ausverkauft! Schon wenige Minuten, nachdem Faela! den ersten Akkord des Abends gesetzt hatte, gab es im Kulturladen KFZ kaum ein Durchkommen mehr. Fans verschiedener Altersklassen drängten sich vor der Bühne. Einige von ihnen tanzten wie der Sänger Hugo Coronel barfuß.

Und manch einer im Publikum schloss die Augen angesichts der Emotionalität, die Coronel und seine Bandkollegen Edin Bahtijaragic (Akkordeon), Michael Miño (Gesang), Mika Forsling (Gitarre), Göran Abelli (Posaune), Emil Sjunesson (Schlagzeug) und Mårten Lundquist an den Tag legten.

Faela! präsentierte sich enorm vielseitig und brachte eine kreative Mischung aus Latin, Reggae, Flamenco, Rock‘n‘Roll, Swing und Balkanmelodien zu Gehör. Zwei Stunden lang erklangen Songs voller Tiefgang - selbst geschriebene Songs, virtuos dargeboten, durchgehend tanzbar und untermalt durch eine temperamentvolle, mitunter akrobatische Bühnenshow.

Mehrmals machte Hugo Coronel Handstände und forderte die jubelnden Fans mit Füßen zum Mitklatschen auf. Das Publikum klatschte, sang, lachte und hüpfte.

Begeisterungsstürme ernteten die spielfreudigen Musiker aus Malmö auch mit ihren Solo-Einlagen, egal ob mit Refrain-Wiederholungen am Schlagzeug, Gitarrenklängen im Flamenco-Stil, rockigem Bass-Sound, Posaunen- oder Akkordeon-Darbietungen.

Edin Bahtijaragic bewies eindrucksvoll, wie gut sich Akkordeons eignen, um durch langgezogene Noten Spannung aufzubauen. Da kam Gänsehaut auf. Selbstverständlich verabschiedeten sich Faela! nicht ohne zwei Zugaben. Die Band mischte sich anschließend unters Publikum.

Veranstalter sind zufrieden

Insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Festivals äußerten sich Andrea Fritzsch und Helga Pukall. Beide gehören dem Verein Kultur & Kulturen an, der das Akkordeon-Festival gemeinsam mit der Marburger Musikschule und dem KFZ organisiert.

Das Eröffnungskonzert des russisch-deutschen Duos Kratschowski in der Musikschule sei mit rund 80 Besuchern gut besucht gewesen, so die Mitorganisatorinnen. Und auch bei dem Konzert des Duos Vassily & Larissa Dück in der Pfarrkirche habe man 80 bis 90 Besucher gezählt.

Sehr gezielt seien zudem Musikbegeisterte am Samstagnachmittag zur Straßenmusikbühne in die Oberstadt gekommen, sagte Helga Pukall. Dieser Programmpunkt sei das „Bindeglied“ zu Marburg - das, was die Stadt von dem Festival besonders deutlich mitbekomme.

Etwas nachgelassen im Vergleich zum vorherigen Akkordeon-Festival hatte die Zahl der Workshop-Teilnehmer. Sie lag diesmal bei etwa 30. „Es hätten ruhig ein paar mehr sein können“, sagte Andrea Fritzsch - aber: „Wir waren überrascht, woher die Teilnehmer kamen“, sagte sie. So hätten sich beispielsweise Interessierte aus Heilbronn, Koblenz, Berlin und München angemeldet. „Und mehrere haben schon gesagt: Wir kommen beim nächsten Mal wieder.“

Fortgesetzt wurde das Festival am Sonntagvormittag mit dem Auftritt von „Julie & moi“ auf der Waldbühne am Kaiser-Wilhelm-Turm.

von Björn-Uwe Klein

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