Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Wiedersehen mit beliebten Musikern

Marburger Konzertverein Wiedersehen mit beliebten Musikern

Auch in der kommenden Saison finden die Konzerte des Konzertvereins im Audimax statt. Das Publikum kann sich auf vier Sinfoniekonzerte freuen, aber auch auf andere ­musikalische Glanzstücke.

Voriger Artikel
Bauwerke der Region als Aquarelle
Nächster Artikel
Jochen Busse als Mutmacher für ältere Menschen

Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode wird mit dem in Marburg bekannten Vater-Sohn-Gespann Alexander und Viktor Urvalov sowie Wolfgang Manz drei russische Klavierkonzerte aufführen.Foto: Veranstalter

Marburg. „Das wird ein Sensationsabend“, freut sich der der Vorsitzende Dr. Friedemann Nassauer auf den Liederabend mit dem Tenor Daniel Behle. Auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Marburg-Debüt präsentieren Behle und der Pianist Sveinung Bjelland die von Brahms in 15 Romanzen vertonte „Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter aus der Provence“ nach der Fassung von Ludwig Tieck. Als Sprecher wird Hans-Jürgen Schatz auftreten, den man eher in seiner Rolle als „Max Kühn“ in der ARD-Vorabendserie „Der Fahnder“ kennt. Die Verbindung zum Tenor schaffte Niko Dörr, der seit Jahren für den Konzertverein Programmhefte schreibt sowie Einführungen vor den Konzerten hält und inzwischen als künstlerischer Berater Behle zur Seite steht.

Ein weiteres Wiedersehen gibt es nach dem Jahreswechsel mit Martin Stadtfeld, der zum dritten Mal Werke von Johann Sebastian Bach präsentiert. Nach seinem Debüt mit den Goldberg-Variationen 2007 und dem ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers 2010 stehen am 11. Januar die 24 Präludien und Fugen des Wohltemperierten Klaviers Teil 2 auf dem Programm, die im Gegensatz zum ersten Teil noch nicht auf CD erhältlich sind.

Dieser „Bach-Marathon IV“, wie er in der Programm-Vorschau angekündigt wird, ist allerdings nichts im Vergleich zum Beethoven-Marathon, der auf das Publikum im Februar wartet. „Drei Violinabende an einem Wochenende“ werden da versprochen. In drei Etappen à 90 Minuten werden ­alle zehn Violin-Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven aufgeführt. Sie seien gut anzuhören, beschwichtigt Nassauer: „Sie sind nicht so schwierig wie etwa Beethovens späte Streichquartette“. Violinist Kristof Barati tritt zum vierten Mal in Marburg auf. „Er kennt uns gut - ist quasi hier heimisch“, freut sich der Vorsitzende auch über diesen „Wiederholungstäter“.

Schwerpunkt liegt auf Kammermusik Beethovens

Obwohl damit und mit dem Streichquartett-Abend des Philharmonia Quartetts Berlin der Schwerpunkt der kommenden Saison auf der Kammermusik Beethovens liegt, ist die Programm-Auswahl keineswegs eintönig. Ziel des Konzertvereins sei es, Werke, die noch nicht oder schon lange nicht mehr in Marburg aufgeführt wurden, zu Gehör zu bringen. Auch Musik des 20. Jahrhunderts sei dabei immer gern gesehen, erklärt Nassauer.

Neben Beethovens Mozart-Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ spielen Jakob Spahn und Nicholas Rimmer Cellosonaten von Bohuslav Martinu und Nikolaus Roslavez. Mit der Verpflichtung des Cellisten Spahn kommt der Konzertverein den vielfachen Wünschen nach, die an ihn herangetragen wurden. Spahn sprang vergangenes Jahr für den erkrankten Julius Berger bei den Eckelshausener Musiktagen ein und eroberte das Publikum im Sturm. Zur Saisoneröffnung ist das Kammerorchester des Nationaltheaters Prag zu hören - ein ausgewachsenes Sinfonieorchester, auch wenn es dem Namen nach nicht so scheint. Die Musiker werden Schuberts sechste Sinfonie spielen, die seit 40 Jahren nicht mehr beim Konzertverein aufgeführt wurde.

Wie in der vergangenen Saison werden die Konzerte wegen des Umbaus der Stadthalle wieder .im Audimax stattfinden. Das Kinder- und Jugendkonzert am 9. März übernimmt wieder die Junge Marburger Philharmonie (JMP) unter der neuen Leitung von Lukas Rommelspacher, die dabei von den Kindern der Streicherbande der Erich-Kästner-Schule Cappel unterstützt wird. Die Moderation übernimmt der bisherige Dirigent der JMP Martin Gärtner.

von Mareike Bader

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr