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Wie weit darf der politische Kampf gehen?

Theater-AG der Elisabethschule Wie weit darf der politische Kampf gehen?

Die Theater-AG der Elisabethschule feiert am Mittwoch, 9. Juli, Premiere mit dem Stück „Die Gerechten“ von Albert Camus. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Waggonhalle. Camus’ Drama stellt die Frage, ob der politische Zweck jedes Mittel heiligt - wie weit darf man gehen? Bis zum Mord?

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An Fahndungsfotos erinnert das Theaterplakat.Foto: privat

Marburg. Eine Gruppe junger Menschen glaubt von sich, sie seien die Auserwählten. Unter der Parole „endlich handeln“ geht es ihnen um die Frage: Umsturz oder Reform? Terror oder legaler Protest? Die Gruppe entscheidet sich für den Terror und bekommt ihn ins eigene Haus, als der erste Attentatsversuch misslingt, denn ihr Mitglied Yanek hat die Bombe nicht geworfen, weil auch Kinder mit ihm Fahrzeug saßen. Daraufhin geraten „die Träumer des Absoluten“, wie Hans Magnus Enzensberger die Terroristen nennt, aneinander. Stepan ist jedes Mittel recht im Kampf gegen das Regime - auch der Tod von Kindern und Unschuldigen. Woina erkennt hingegen ihre Unfähigkeit zur Tat, tritt zurück ins zweite Glied. Die Gruppe entschließt sich zu einem zweiten Attentatsversuch und nach der zweiten Bombe kommt es zu einem Nachspiel über Brüderlichkeit, Verrat, Glaube, Tod und Liebe.

Die Inszenierung von „Die Gerechten“ ist eine selbst produzierte Theaterfassung der Theater-AG der Elisabethschule unter der Spielleitung von Tobias Purtauf. Während der Aufführung, an der 20 Schülerinnen und Schüler beteiligt sind, wird mit einer Livekamera und Livemusik auf der Bühne gearbeitet. Die Theater-AG verfolgt jedes Jahr aufs Neue das Ziel, ein Theaterstück auf einer großen öffentlichen Bühne zu präsentieren. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass alle Mitglieder an der Erarbeitung der Produktion beteiligt sind. Zusätzlich zu den wöchentlichen Proben gibt es auch eine dreitägige Probefahrt sowie Sonderproben an Wochenenden.

Weitere Aufführungen von „Die Gerechten“ gibt es am Donnerstag, 10. Juli, und am Freitag, 11. Juli, jeweils ab 19.30 Uhr.

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