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„Wie um Himmels Willen macht der das?“

Zauberkünstler Sebastian Nicolas „Wie um Himmels Willen macht der das?“

Es war die Frage des Abends: „Wie um Himmels Willen macht der das?“ Diese Frage flüsterten sich viele der 170 Zuschauer zu, die sich in der Waggonhalle eingefunden hatten. Alle waren gekommen, um einen magischen Abend mit Sebastian Nicolas zu erleben.

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Magische Hände: Mit verblüffenden Tricks hielt Sebastian Nicolas sein Publikum in der Waggonhalle in Atem.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Nicolas, der 2009 in Peking Vizeweltmeister der alle vier Jahre stattfindenden Zaubererweltmeisterschaften wurde, zeigte so manches Kunststück, das jeder Logik trotzt.  Mit leichtem bayerischem Akzent führte der edel gekleidete Nicolas das Publikum durch seine Welt.

„Eine Welt voller Wunder“, wie Nicolas sagte: Mehrere weiße Seile, aus denen in Nicolas‘ Hosentasche eins wurde. Schmuckringe von Zuschauerinnen, die sich plötzlich nicht mehr am Finger ihrer Besitzerin, sondern in Nicolas‘ Schmuckschatulle auf der Bühne befanden, ohne dass der Zauberer Gelegenheit gehabt hätte, einen Austausch vorzunehmen. Spielkarten, die sich aus dem Nichts in seinen Fingern manifestierten. Dies sind nur einige von vielen Kunststücken, die beim Publikum ein ungläubiges Kopfschütteln hervorriefen.

In der Pause konnten die meisten Zuschauer nicht anders als die auf der Bühne herumliegenden Spielkarten und die Bühne genauer unter die Lupe zu nehmen: Gezinkte Karten? Ein doppelter Bühnenboden? Irgend ein Hinweis darauf, dass das Erlebte zumindest ansatzweise erklärlich machen könnte?

Fehlanzeige! Die Kunststücke des 31-Jährigen blieben ein Rätsel. Nicolas gab sich freilich reserviert. „Gute Fingerfertigkeiten und viel Willenskraft“, erklärte er mit einem Schmunzeln.

Mütter warnen Kinder: Nur nicht nachmachen

Einen Trick lernte das Publikum dann auch kennen – in makaberer Manier: Mit einer Spielkarte schnitt sich Nicolas in die Innenfläche seiner Hand, bis es blutete. Der Künstler grinste und sagte: „Das geht natürlich nicht! Keine Spielkarte kann so tief ins Fleisch schneiden. Allerdings geht es mit diesem Gegenstand schon eher.“ Nicolas drehte die Spielkarte um, an deren Rückseite ein Rasiermesser befestigt war. Einige Zuschauer lachten nervös. Mütter beugten sich zu ihren Kindern herüber und ermahnten sie, diesen Trick bloß nicht nachzumachen.

Seit zehn Jahren ist Nicolas nun schon professioneller Zauberkünstler und tritt weltweit auf. Das Faszinosum der Zauberkunst hat Nicolas schon in jungen Jahren interessiert: „Mein Großvater hat damals auf Familienfesten kleine Zaubertricks für uns Kinder dargeboten. Da wurde meine Passion zur Zauberei geweckt, die ich nie wieder verloren habe“, erinnert sich Nicolas.

von Benjamin Kaiser

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