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Wenn Sozialbetrug Spaß bringt

Theaterverein Wetter Wenn Sozialbetrug Spaß bringt

Arbeitslosigkeit, Bürokratie und Sozialbetrug sind Dinge, die eigentlich nicht lustig sind. Es sei denn, man packt diese Zutaten gekonnt in eine Komödie wie der Engländer Michael Cooney in "Cash Und ewig fließen die Gelder. Premiere ist am 11. März.

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Eric Swan (Oliver Batz, von links) steckt in der Klemme: Gemeinsam mit Onkel George (Herbert Mettken), Norman Bassett (Rüdiger Clasani) wird er von dem Sozialprüfer Mr. Jenkins (Uwe Fischbach) überrascht, der die vielen Sozialleistungen überprüfen will, die er bezieht. Das Foto zeigt eine Probenszene auf der noch nicht fertigen Bühne. Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Wortwitz und Situationskomik, allerlei Verkleidungen, Verwirrungen und Verwechslungen, die sich immer mehr zuspitzen: das alles verspricht gut zwei Stunden rasante Unterhaltung und etliche Lacher.

Reichlich Spaß bei den Proben hatten auf jeden Fall schon die zehn Darsteller vom Theater- und Festspielverein Wetter, die seit Ende August unter der bewährten Regie von Jürgen Helmut Keuchel das neue Stück einstudieren. Bei der gezeigten Spielfreude dürfte dem Vergnügen auch der Zuschauer nichts mehr im Wege stehen.

2007 und 2013 waren bereits die Komödien „Außer Kontrolle“ sowie „Und alles auf Krankenschein“ von Ray Cooney gut beim Publikum angekommen. Dieses Mal gibt es mit „ Cash - Und ewig rauschen die Gelder“ ein Stück des nicht minder erfolgreichen Sohnes Michael Cooney. Es wurde 1993 in England uraufgeführt. Damals hatten viele Menschen ihre Jobs verloren - bis heute aber hat die Komödie nichts an Aktualität eingebüßt und ist, wie Regisseur Keuchel findet, „ein richtig gutes Boulevardstück“.

Eric Swan (gespielt von Oliver Batz) ist bereits seit zwei Jahren arbeitslos, will dies seiner Frau Linda (Simone Schwalm) jedoch nicht eingestehen. Dabei, den Schein zu wahren, half ihm unfreiwillig das Sozialamt. Just als er seinen Job verloren hatte, schickte es einen Scheck an seinen ausgewanderten Untermieter. Der Versuchung, diesen auch weiterhin regelmäßig zu kassieren und sich so finanziell über Wasser zu halten, kann Eric nicht widerstehen und kommt rasch auf die Idee, noch mehr Segnungen des Sozialstaates zu nutzen. Er erfindet weitere bedürftige Untermieter und lässt dabei von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch nichts aus.

Als dann ein Außenprüfer des Sozialamtes (Uwe Fischbach) und schließlich dessen Leiterin selbst (Sandra Erkel) vor der Tür stehen, droht das aus Lügen aufgebaute Kartenhaus zusammenzubrechen. Zudem hat Linda Perücken, Büstenhalter und andere Dinge, die Eric mit Rezepten für seine erfundenen Untermieter abgeholt hat, gefunden und glaubt, dass ihr Mann ärztliche Hilfe brauche.

Eine peinliche Situation und Verwechslung jagt die andere, in die Onkel George (Herbert Mettken), Mitwisser Norman Bassett (Rüdiger Clasani), Gemeindeschwester Sally Chessington (Daniela Fruth), der Psychiater Dr. Chapmann (Benjamin Schmidt), der Bestattungsunternehmer Mr. Forbright (Hans Zietlow) sowie Normans Verlobte Brenda Dixon (Cathrin Seibert) verwickelt werden, bis es zu einem überraschenden Ende kommt.

Premiere ist am 11. März um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen sind am 12., 13., 18., 19. und 20. März in der Stadthalle Wetter. Die Sonntagsvorstellungen beginnen bereits um 19 Uhr. Karten sind im Vorverkauf im Gardinenstudio Mehring, Telefon 06423/6645, oder unter www.theaterverein-wetter.de erhältlich.

von Manfred Schubert

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