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Weltmusik mit einer großen Prise Jazz aus dem Norden

Marilyn Mazur imKFZ Weltmusik mit einer großen Prise Jazz aus dem Norden

Geboren in New York, aufgewachsen in Dänemark, erfolgreich in Schweden und in diversen Bands seit 1973 global unterwegs - kein Wunder also, dass die Percussionistin Marilyn Mazur und ihre Musiker sich in der Kategorie „Weltmusik“ so richtig wohlfühlen.

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Gitarrist Krister Jonsson (von links), Percussionistin Marilyn Mazur und Sängerin Josefine Cronholm auf der Bühne des KFZ.Foto: Marcus Hergenhan

Marburg. So waren im großen Saal des KFZ am Samstag viele ungewohnte Klänge zu hören, die mal an den Gesang afrikanischer, mal an den amerikanischer Ureinwohner erinnerten.

Begleitet wurde die Percussionistin Mazur, die Ende der 1980er in der Band der Jazzlegende Miles Davis spielte, von Gitarrist Krister Jonsson und Sängerin Josefine Cronholm, welche sie bereits im Jahr 2000 beim Bau der Brücke zwischen Dänemark und Schweden kennenlernte. „Damals sollte ich zur Eröffnung Musik machen und traf Josefine, die den gleichen Auftrag hatte. Kurz zuvor war ich bereits Krister begegnet, und seitdem spielen wir immer wieder zusammen als Teil anderer Bands. Heute Abend sind wir seit langem mal wieder nur zu dritt unter uns, das ist immer etwas ganz Besonderes, weil die Chemie auch nach so vielen Jahren noch stimmt“, erläuterte die Dänin.

Zusammen mit den beiden schwedischen Musikern hat Mazur im Jahr 2014 ihr jüngstes Album „Flamingo Sky“ aufgenommen, von dem ein Großteil der Lieder des Abends stammten. In den Texten des Trios, wenn denn die Songs Texte im klassischen Sinne haben, geht es um die unterschiedlichsten Themen, etwa­ um das Gefühl am Morgen im Wald oder das Ende einer Beziehung. Dabei wird englischsprachiger oder eben international unterschiedlichster Gesang oder auch ein Gedichtvortrag neben der Gitarre und dem Schlagzeug auch von Glocken und Rasseln begleitet, die meist von Josefine Cronholm bedient werden. In der Regel lassen sich die einzelnen Stücke dabei Zeit mit ihrer Entwicklung und dauern etwas länger als gängige Popsongs, was die rund 100 Gäste aber keineswegs störte, die begeistert applaudierten. Bleibt zu hoffen, dass die Preisträgerin des dänischen Jazzpar-Preises, die Marburg in der Vergangenheit schon einmal besuchte, auch in Zukunft wieder hier zu hören sein wird.

von Marcus Hergenhan

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