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„Weltkunst in Marburg“

Galerie Schmalfuß: „Follow Up“ „Weltkunst in Marburg“

Ein Spiel mit der Wahrnehmung zeigen die Arbeiten in der Galerie Schmalfuß. Zu sehen sind Werke von Jürgen Paas, Dirk Salz und Bodo Korsig.

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Bodo Korsig (von links), Dirk Salz und Jürgen Paas stellen gemeinsam aus.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Bodo Korsig, Jürgen Paas und Dirk Salz kennen sich schon länger, haben gemeinsam bereits in Wien und Amsterdam ausgestellt – und jetzt eben in Marburg. Die Idee stammt von Korsig, der bereits zum dritten Mal in einer Galerie von Michael W. Schmalfuß zu sehen ist. „Ich freue mich riesig, dass ich diese Weltkunst in Marburg zeigen kann“, erklärte der Galerist bei der Vernissage.

Dieses Mal sind die Stahl- und Aluminiumarbeiten von Bodo Korsig ausgestellt, der als Dozent an der Europäischen Akademie für Bildende Kunst in Trier und in New York arbeitet. Seine großformatigen Holzschnitte haben es sogar in die Sammlung des Museums of Modern Art in New York geschafft – in Marburg sind sie allerdings nicht ausgestellt.

Aber auch bei seinen Objekten arbeitet Korsig mit Wort und Schrift, wie das leuchtende 
„I love to love“ beweist, das durch das Schaufenster am Pilgrimstein zu sehen ist. Korsig verarbeitet so künstlerisch seine Beschäftigung mit dem Gehirn und dem Bewusstsein.

Herausforderung und Vergnügen

„Die eigentliche Kunst ist eigentlich, die Kunst hierher zu bekommen“, so Schmalfuß. Probleme bereitete etwa die große Arbeit „Target / Ground“ von Jürgen Paas, der dabei Umleimer von Küchenplatten in Kreisen aneinanderfügt. Vom Gewicht und auch von der Größe sei der Transport eigentlich nicht so problematisch, erzählte der Künstler. Doch das runde, im Durchmesser zwei Meter große Werk passte nicht durch das 1,40 Meter niedrige Treppenhaus ins obere Stockwerk der Galerie, so dass die Farbschichten wieder ab- und schließlich neu aufgerollt werden mussten. „Das ist eine Herausforderung und auch ein Vergnügen, das noch mal zu machen und ein paar Überlegungen neu anzubringen“, so Paas. Seine Arbeiten sind alle veränderbar, wie etwa seine „Archiv Farben“, bei denen Farbplatten hintereinander auf verzinkte Stahlklammern geschoben sind und deren Anordnung der Besitzer verändern kann.

Insgesamt sind knapp 40 Werke der drei Künstler zu sehen. Darunter auch die einfarbig gehaltenen Bilder von Dirk Salz, die an der Seite noch Tropfen des Zweikomponentenharzes aufweisen. Die Bilder liegen, während Salz Schicht für Schicht das Harz aufträgt, das mit weniger als einem Gramm Pigment gefärbt ist. Dadurch, so Salz, entstünden die Farbfelder. „In meinen Arbeiten geht es immer um die Wahrnehmung“, so Salz, der die dunkleren Arbeiten zum Schluss geschliffen und poliert hat, so dass sich die Umwelt in ihnen spiegelt. „Es sind sehr leise Arbeiten, die intensiv wirken, wenn man sich darauf einlässt“, meint Galerist Schmalfuß.

  • Die Ausstellung ist bis zum 12. November in der Galerie am Steinweg 33 zu sehen, geöffnet Dienstag bis Freitag 10 bis 13.30 und 15 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr.

von Mareike Bader

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