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Weit weg vom Image der Gangster-Rapper

Konzert Weit weg vom Image der Gangster-Rapper

Rap soll authentisch sein. Vom häufig gescholtenen „Gangster-Rap“ war wenig zu hören, als Cedrik Jöckel, Jannik Rausch und Florian Lorenz ihr erstes gemeinsames Konzert im Jugendhaus Compass gaben. Gut so.

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Drei junge heimische Rapper: Mrkay alias Jannik Rausch (von links), CED alias Cedrik Jöckel und FZIBIT alias Florian Lorenz traten gemeinsam auf.Foto: Benjamin Kaiser

Marburg. Die drei Musiker kommen aus dem Raum Marburg und arbeiten seit Juni 2014 zusammen. Unter anderem stellte Cedrik Jöckel alias CED am Freitagabend sein Album „Paradox“ vor. CDs waren am Freitag allerdings nicht zu kaufen, da diese „restlos ausverkauft“ seien, so CED. Live zu hören waren auch Songs von dem Album Jannik Rauschs, dessen Künstlername Mrkay lautet. Die Platte wird voraussichtlich im Mai erhältlich sein. Auf der Bühne stand außerdem FZIBIT alias Florian Lorenz.

Mit „Gangster-Rap“ à la Bu­shido haben die drei Jungs wenig zu tun. „Ich habe zwar mit dieser Art Rap angefangen, aber schnell gemerkt, dass ich nicht so bin“, erklärte Jannik Rausch. „Wenn ich von Drogenhandel oder Waffengewalt rappen würde, wäre das einfach nicht authentisch. Ich habe so etwas nie erlebt und will es auch nicht erleben“, fügte Cedric Jöckel hinzu.

Es waren überwiegend weibliche Teenager, die den Weg ins Jugendhaus gefunden hatten. Wie sich das Trio dies erklärt? „Ich denke, dass Themen wie beispielsweise Liebe und Liebeskummer bei Mädchen besser ankommen als bei Jungs.“

Leid erfährt jeder Mensch im Leben. Das weiß auch das Rap-Trio. Egal ob in der Beziehung mit der Freundin oder Stress mit dem besten Freund. Vorrangig geht es in ihren Songs um zwischenmenschliche Beziehungen. Liebe war ebenfalls in vielen Songs und Textpassagen Thema. Beispielsweise, als FZIBIT seiner an diesem Abend anwesenden Freundin, der „Liebe des Lebens“, ein Ständchen rappte.

Es ist aber nicht so, als würden die drei jungen Männer ausschließlich über tief bewegende Themen rappen. So sind etwa die Songs „16 Bars“ oder „Anti alles 2“ eher von spaßiger Natur, die „locker aus der Hüfte“ kommen, wie es FZIBIT ausdrückt.

von Benjamin Kaiser

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