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Weit weg und doch ganz nah

Ausstellung: Wolfgang Korn Weit weg und doch ganz nah

Einen besonderen Blick auf die Landschaft attestierte Landrat Robert Fischbach dem Künstler Wolfgang Korn bei der Ausstellungseröffnung. 42 Bilder zeigen dessen Reiselust, aber auch den Architekten in Wolfgang Korn.

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Der Otto-Ubbelohde-Preisträger Wolfgang Korn stellt neue Arbeiten bis zum 26. September im Landratsamt aus.Foto: Mareike Bader

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Die Freihandskizzen und Gemälde zeigen immer wieder ganz unterschiedliche Blickweisen auf die Landschaft. Exemplarisch hängt im Eingangsbereich des Landratsamtes die Collage „Marburg“, bei der Wolfgang Korn Papierschnipsel, unter anderem aus Zeitungspapier, mit Aquarellfarben übermalt hat. „Ich will nicht immer den Architekten raushängen lassen“, erzählt er dazu.

Daneben hängt eine realistischere Betrachtung aus dem Landkreis mit dem Blick auf Schönstadts Kirche von der Hauptstraße aus gesehen. Hier ist deutlich der Architekt Korn hinter dem Bild zu erkennen, der die Anordnung der Gebäude, die Linien der Fachwerkgebäude und die Materialien wie die Sandsteinsockel der Häuser und ihre roten Dächer detailliert abbildet.

Seit jeher hätten den Fachwerkdörfern im Landkreis Korns Interesse gegolten, berichtete Professor Bernhard Ziesche, der stellvertretend für seine Frau Ursula den Einführungsvortrag am Dienstag hielt.

Viele Bilder zeigen heimische Motive wie die Kirche in Bernsdorf, die Alte Universität als buntes Aquarell oder „Türme der Stadt“, ein kräftiges Acrylgemälde, das man als eine Art Fazit Marburgs interpretieren kann. Aber auch im Urlaub hält Wolfgang Korn seine Umgebung fest. Zwischen den vier Bildern „Venedig Guidecca“ zeigt ein Foto, wie er skizziert. Ein weiteres Foto zeigt ihn, wie er Landschaften oder Stadtansichten in Laos in Skizzen festhält. Die Mönche dort hätten schnell den Kontakt zu ihm gesucht, weil sie mit ihm Englisch sprechen wollten, erklärt der reiselustige Künstler, der vom Landkreis mit dem Otto-Ubbelohde-Preis ausgezeichnet wurde.

Für die Gemälde mit Motiven aus Laos griff Korn auf Papier aus dem asiatischen Land als Untergrund zurück. „Ich wollte lokale Materialien benutzen“, berichtete er und beschrieb die mühevolle Arbeit mit dem handgeschöpften Papier. Da es sehr faserig sei, sauge es sich viel voller und so habe er mit wesentlich mehr Wasser arbeiten müssen, als sonst üblich. Dies habe weniger Details zugelassen, so dass Korn einen Bleistift ins Wasser getaucht habe, um damit vorzuzeichnen und dann mit reduzierter Farbe darüberzugehen.

Die Ausstellung ist bis zum 26. September von montags bis donnerstags von 7 bis16 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr geöffnet.

von Mareike Bader

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