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Weihnachten ganz beschwingt

Swingin Christmas Weihnachten ganz beschwingt

Egal ob „White Christmas“, „Blue Christmas“ oder „A merry little Christmas“: Ulla Keller, Wilhelm Bräutigam, Jan Luley, Jens Dörr und Martin Müller machen „Swinging Christmas“ daraus.

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Marburg gemalt und fotografiert

Die Sängerin Ulla Keller und der Pianist Jan Luley bringen Schwung in Weihnachtslieder.Foto:Nadja Schwarzwäller

Marburg. Die Waggonhalle war voll besetzt am Mittwochabend und auch das zweite Konzert am heutigen Freitag ist ausverkauft. Eine Fangemeinde haben die fünf Musiker längst. Da darf man sich auch mal was trauen und die Veranstaltung augenzwinkernd in den Stand „traditionsreich“ erheben, selbst wenn es sich erst um die dritte Auflage handelt. Jan Luley am Klavier begrüßte das Publikum entsprechend und hatte gleich eine vermeintlich schlechte Nachricht zu verkünden: Sängerin Ulla Keller sei so stark erkältet, dass sie nicht mit dabei sein könne. Aber sie habe Ersatz geschickt: Louisa Armstrong - die Ulla Keller zum Verwechseln ähnlich sehe, aber zwei Oktaven tiefer singe.

Damit kamen die Gäste nicht nur in den Genuss von beschwingter Weihnachtsmusik, sondern auch noch in den eines charmanten „running gag“. Und der wurde bis in den perfekt imitierten amerikanischen Akzent von „Louisa Armstrong“ bei deutschen Texten hinein zelebriert. „So let’s sing“, hieß es stilecht und das heißt bei den fünf Musikern „let’s swing“. Selbst ein Klassiker wie „O Tannenbaum“ lässt sich in ein Swing-Gewand kleiden und dass das den Beteiligten allesamt auf den Leib geschneidert ist, bewiesen sie in diesem Jahr aufs Neue.

Zwischendurch gab es die Geschichte zu einem Lied oder das ein oder andere Gedicht zu hören - „Denkt euch, ich hab das Christkind gesehen, es war beim Finanzamt zum Betteln und Flehen!“ und obendrauf noch launige Moderationen - kein Zweifel, dass die Truppe selbst richtig Spaß an dem hat, was sie da tut. Jan Luley kündigte Elvis Presley an und Wilhelm Bräutigam legte prompt mit den Worten „Also dann wolln wer ma“ los. Jens Dörr bekam eine Nikolausmütze auf den Bass gesetzt und Martin Müller am Schlagzeug hattefür ein Lied angeblich extra eine Kuchengabel aus dem Service der Großmutter mitgebracht.

Und bei „Rudolph, the red-nosed reindeer“ schwenkte das Publikum die elektrischen Teelichter, die in der Pause verteilt wurden und natürlich kommen die fünf Musiker nicht ohne Zugaben von der Bühne.

Nachdem sie ein Lied zum Besten gegeben haben, das bereits von Frank Sinatra, Doris Day, Kylie Minogue und Rod Stewart gesungen wurde, stellte Ulla Keller fest: „Ist doch schöner als Rod Stewart!?“. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

von Nadja Schwarzwäller

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