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Was geschah in Grausenloch?

Theater Was geschah in Grausenloch?

Eine ganz klassische Krimikomödie bringt die Regisseurin Inga Berlin mit „Polizeirevier Grausenloch“ auf die Bühne.

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Sie ermitteln im beschaulichen Grausenloch: (von links) Farina Bludau, Thomas Mooz und Silke Fuchs.Foto: privat

Marburg. „Wer früher stirbt bleibt länger frisch“ lautet der Untertitel des Stücks, das am Freitag, 25. April, in der Waggonhalle Premiere feiert. Es ist das erste Theaterstück, dass die erfahrene Regisseurin, Schauspielerin und Dramaturgin komplett selbst geschrieben hat.

Entstanden ist es im Rahmen eines halbjährigen Theaterworkshops, den Berlin für Theater Gegenstand angeboten hat und von dem sie sich neue Mitspieler für die Theatergruppe erhofft hat - mit Erfolg. Die sechs Teilnehmer haben sich ihre Figuren mit viel Leidenschaft für das Detail selbst erarbeitet.

Die meisten von ihnen haben anderweitig schon ein bisschen Theatererfahrung gesammelt und mit Berlin intensiv trainiert, bis sie dann gemeinsam nach einem Thema für ein Stück gesucht haben. Das Ergebnis war „Polizeirevier Grausenloch“, eine Geschichte aus einem kleinen Ort, in dessen Polizeirevier eigentlich nie etwas passiert. Kommissarin Sybille Berghammer bastelt Tatorte berühmter Verbrechen nach, Pathologin Ingelore Preuß sammelt Schmetterlinge und hat mit Leichen eigentlich gar nichts am Hut. Und der angehende Polizist Gustav Schneider hätte nie etwas zu tun, wenn Nachbarin Frau Schulz nicht jeden Tag jemanden anzeigen würde - weil die jungen Leute im Polizeibüro doch Beschäftigung brauchen. Die Idylle wird gestört durch Praktikantin Lilly Stein, die unbedingt genau in diesem Ort und auf dieser Wache ihr Praktikum machen möchte. Sie will nämlich einen Unfall aufklären, der vor 20 Jahren geschah. Und plötzlich ist im beschaulichen Grausenloch alles anders.

„Das Stück soll einfach Spaß machen, es ist eine Krimi-Komödie mit absurden Charakteren, im Boulevard-Stil, mit schnellen Wechseln und viel Wortwitz“, sagt Berlin. Schwarzer Humor werde gepaart mit Spannung - „alle Besucher der öffentlichen Probe wollten wissen, wie es ausgeht.“

80 Minuten dauert der Spaß, der außer am 25. April auch noch am 26. und 27. April zu sehen ist. Weitere Aufführungen sind für den 26., 27. und 28. Juni geplant. Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.

von Heike Döhn

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