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Warum muss ein 
Ritter tanzen können?

Kino: „Ritter Trenk“ Warum muss ein 
Ritter tanzen können?

„Ritter Trenk“ setzt wie klassische Märchen auf ­einen moralischen Kern. Ein gelungener Kinderfilm – nicht nur für das junge Publikum.

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Trenk und Ferkelchen erleben bei ihrem Kinoabenteuer Gaukler, Prinzessinnen und furchteinflößende Drachen.

Quelle: Universum

Marburg. Als der unbarmherzige Ritter Wertold die Familie des Bauernjungen Trenk Tausendschlag aufsucht, um den jährlichen Anteil an der Ernte einzutreiben, wird es unangenehm. Als Wertold zur Strafe Trenks Vater mitnimmt und in den Kerker sperrt, beschließt der Bauernjunge sich zu wehren.

Der kühne Junge zieht aus, um Ritter zu werden und begibt sich damit auf eine spannende Reise. Begleitet von seinem treuen Freund Ferkelchen hat er das unerreichbare Ziel, sich und seine Familie von der Leibeigenschaft zu befreien. Trenk stellt mit großen Augen fest, dass außerhalb des heimeligen Bauernhofs ein anderer Wind weht und lernt, die Unterschiede zwischen den Menschen zu erkennen.

„Ritter Trenk“ wirkt seltsam schön aus der Zeit gefallen. Der Film wurde nicht am Computer illustriert, sondern von Hand gezeichnet. So schafft es „Ritter Trenk“, einen herrlich nostalgischen Charme zu bewahren. Aus der Buchvorlage der Autorin Kirsten Boie entstand ein von den bekannten Kindergeschichten unabhängiger Film über „Zusammenhalt, füreinander einzutreten, Freundschaft, aber auch Emanzipation“, wie Axel Prahl es formuliert, der den unbeschwerten Ritter Hans synchronisierte.

Er ist Trenks Lehrmeister, ist moralische Instanz und alleinerziehender Vater einer cleveren Tochter, die selbst nicht Prinzessin, sondern Ritter werden will. Trenks erste und wichtigste Lektion für den Kampf: Ein Ritter muss tanzen können – denn der Tanz kennt Tugend, Achtsamkeit und Rücksicht. Er lehrt Werte einer freien Gesellschaft.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Henrik Boerger

 

„Ritter Trenk“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,46 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Riesenspaß! Ich bin ein Ritter-Trenk-Fan.“
Johanna Lotta Sipple (6) aus Marburg

„Ein toller Familienfilm.“
Anne Bödicker (37) aus Wohratal

„Am besten hat mir Thekla mit der Erbsenschleuder gefallen.“
Henry Hövel (8) aus Marburg

„Top romangetreu. Ein Spaß für Kinder und Eltern.“
Naomi Schlösser (38) aus Lahntal

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Johanna Lotta Sipple, Merle Wolf, Henry Hövel (alle Marburg), Lilli Anna Braun, Nima Acimi. Die Karten werden zugeschickt.

 
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