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Von der Suche nach den Farben, dem Finden der Demokratie und dem Glück

OP-Kinderbuchtipps Von der Suche nach den Farben, dem Finden der Demokratie und dem Glück

Die heutigen Kinderbuchtipps drehen sich um die wichtigen Themen im Leben. Anki beschließt, dass sie mit sieben Jahren selbst entscheiden darf. Das geht beim Familien-Ausflug aber gehörig schief. William Joyce schickt den Leser auf eine Reise um die Welt auf der Suche nach den Farben. Und die Pinguine wird es am Südpol zu langweilig und ziehen in die Welt.

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Quelle: Carlsen Verlag, Boje Verlag, Droemer Knaur

Marburg. Auf der Suche nach den Farben
Das Buch eines Oscar-Preisträgers kann gar nicht schlecht sein. Und so ist es auch mit dem neusten Werk von William Joyce „Wie die Farben in die Welt kamen“. Mit herrlichen Illustrationen – beginnend in Schwarz-Weiß – von Christina Ellis, erzählt der US-amerikanische Autor die Geschichte, wie die Welt bunt wurde. Alles begann nämlich mit einer Idee der Zahlen 1 bis 5, denen es in der grauen Einöde langweilig wurde. Sie bastelten und werkelten die 26 Buchstaben des Alphabets. Mit denen wiederum war es vorbei mit der Einöde und Langeweile: Denn jetzt entstanden Geschichten. Mit „Wie die Farben in die Welt kamen“ ist William Joyce ein poetisches, philosophisches, erheiterndes Kinderbuch gelungen, das auch Erwachsenen Spaß macht.

  • William Joyce: „Wie die Farben in die Welt kamen“, Boje Verlag, 56 Seiten, 14,99 Euro, ab vier Jahren.

Vom Finden der Demokratie
An ihrem siebten Geburtstag beschließt Anki, dass sie jetzt groß ist. Und wer groß ist, der darf bestimmen – so wie Mama und Papa. Dass das nicht gutgehen kann, zeigt sich schnell beim ersten gemeinsamen Familien-Ausflug. Denn plötzlich will ihr kleiner Bruder auch selbst bestimmen, und Mama und Papa ja sowieso. Also macht jeder sein eigenes Ding. Mit „Jetzt bestimme ich, ich, ich“ ist Juli Zeh und Dunja Schnabel eine hervorragende Familiengeschichte gelungen. In verschiedenen Szenarien führen sie vor Augen, wie das so abläuft, wenn jeder bestimmen will. Ganz nebenbei wird so auch noch das komplexe Gebilde „Demokratie“ erklärt – und zwar richtig schön kindgerecht. Vom Verlag wird das Buch ab vier Jahren empfohlen, es kann aber durchaus auch schon während früherer „Trotz- und Selbstfindungsphasen“ zum Einsatz kommen.

  • Juli Zeh, Dunja Schnabel: „Jetzt bestimme Ich, ich, ich, Carlsen Verlag, 48 Seiten, 14,99 Euro (ab 4 Jahren).

Das Glück und wie man dort hinkommt
Eine etwas andere Reise von Pinguinen erzählt Johanna Lindemann in ihrem neuen Buch „Die Pinguine finden ihr Glück“. Am Südpol ist es der kleinen schwarz-weißen Fra(c)ktion nämlich etwas zu langweilig geworden. Also brechen sie auf in die Ferne. Unterstützt durch die liebevollen Zeichnungen von Lucie Göpfert – damit kann man die kleinen Südpolbewohner nur lieb gewinnen – erzählt Lindemann eine süße und humorvolle Mutmach-Geschichte, seinen eigenen Weg zu gehen.

  • Johanna Lindemann: „Die Pinguine finden ihr Glück“, Droemer Knaur, 48 Seiten, 12,99 Euro, ab vier Jahren.

von Katharina Kaufmann

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