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Von Nagern, Haien und Gespenstern

OP-Kinderbuchtipps Von Nagern, Haien und Gespenstern

Sabine Bohlmann: Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen kann; Christina Bacher: Hai-Alarm; Stefan Gemmel: Wie man Gespenster verjagt.

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Sabine Bohlmann: Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen kann. / Christina Bacher: Hai-Alarm / Stefan Gemmel: Wie man Gespenster verjagt.

Quelle: Thielmann, Emos Verlag, Carlsen

Siebenschläfer jagt den Schlaf

Und noch ein Bilderbuch mit einem klassischen Thema: Kinder, die nicht einschlafen können. Ein Siebenschläferkind, um genau zu sein. Und für ein solches ist es noch unangenehmer, nicht Schlafen zu können: „Ein Siebenschläfer, der nicht einschlafen kann, das wäre kein richtiger Siebenschläfer!“, sagt Mama Siebenschläfer. Aber ihr Nachwuchs ist einfach nicht müde.

Eine Menge Tiere verraten ihm ihr Einschlaf-Rezept, vom Schäfchenzählen, dem Spaziergang um den Block, der Gute-Nacht-Geschichte bis zum Kuscheltier.  Aber Einschlafen, das tun sie immer bloß selber. Erst als der kleine Siebenschläfer das mit dem Schlafen aufgibt und statt dessen davon träumt, was er in den Wintermonaten alles Herrliches anstellen könnte, da fallen ihm inmitten seiner fest schlummernden Freunde doch noch die Augen zu. Witzig erzählt und mit Bildern zum Verlieben.

  • Sabine Bohlmann: Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen kann. Thienemann, 32 Seiten, 12,99 Euro.
 

Bolzplatzbande jagt den Räuber
Eine neue Geschichte um Straßenkehrer Bolle und die Bolzplatzbande, eine Kölner Kinder-Clique, die schon einige Fälle gelöst hat. Eine Überfallserie auf Juweliergeschäfte hält die Kölner Nordstadt in Atem – und immer markieren die Diebe die Hauswand mit einem Kreide-Hai. Als Wladi mitansehen muss, wie seine eigene goldene Uhr gestohlen wird, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden von der Bolzplatzbande auf die Suche nach den Verbrechern.

Dabei ist er der Polizei immer einen Schritt voraus und gerät in einen richtigen Immobilienskandal. Mit viel Lokalkolorit, aber auch für Nicht-Kölner spannend – wie stets bei der Bolle-Reihe werden Themen aus dem Lebensumfeld von Kindern so verarbeitet, dass die Geschichte den jungen Lesern ganz nahe rückt.

  • Christina Bacher: Hai-Alarm. Emos Verlag, 128 Seiten, 8,95 Euro.
 

Finn jagt die Nachtgespenster

Bücher darüber, wie kleine Kinder ihre Ängste verlieren können, gibt es wie Sand am Meer. Gute und weniger gute, witzige, originelle, banale. Autor Stefan Gemmel und Illustratorin Cornelia Haas haben eine weitere Variante hinzugefügt, und zwar eine gute und originelle. Wie in vielen dieser Anti-Angst-Bilderbücher fürchtet sich auch Finn beim Einschlafen vor Gespenstern, und offenbar hat er auch eines in seinem Zimmer.

Aber Finn reimt es quasi gegen die Wand und verändert das Erscheinungsbild des unangenehmen Wesens in Versform so lange, bis ein niedliches und absolut harmloses Kuscheltier übrigbleibt, das Finn sogar mit ins Bett nehmen kann. Witzig, kindgerecht und wunderschön gezeichnet.

  • Stefan Gemmel: Wie man Gespenster verjagt. Carlsen, 38 Seiten, 12,99 Euro.  

von Heike Döhn

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