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Von Mangas bis René Magritte

Ausstellungsjahr 2017 Von Mangas bis René Magritte

Was haben der Reformator Martin Luther, der ­belgische Surrealist René Magritte und der Comic-Held Asterix gemein? 
Sie alle bekommen 2017 eine große Ausstellung.

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„Reproduktion verboten“ heißt dieses Werk von René Magritte. Die Schirn in Frankfurt präsentiert ab 10. Februar eine große Schau zu dem belgischen Surrealisten.

Quelle: Daniel Reinhardt

Das Ausstellungsjahr 2017 steht im Zeichen der documenta und des Reformationsjubiläums. Daneben gibt es aber auch leichtere Kost – und einige wirklich überraschende Ideen.

Für 100 Tage ist Kassel ab dem 10. Juni wieder das Zentrum der Kunstwelt. Hier startet zum 14. Mal die wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst. Zu den Schauplätzen gehört neben dem Fridericianum und der Neuen Galerie auch die strukturschwache Kasseler Nordstadt. Zudem wird die documenta erstmals in ihrer 60-jährigen Geschichte nicht ausschließlich in Kassel stattfinden, sondern auch in Athen.

Diese von documenta-Chef Adam Szymczyk bestimmte Aufspaltung ist in Kassel nicht nur auf Begeisterung gestoßen. Nun muss sich zeigen, ob das neue Konzept Sinn macht.

Einen berühmten Surrealisten kann man in Frankfurt erleben. Er malte im heimischen Wohnzimmer, „von Tisch, Tür und Ofen eingezwängt“, aber ohne je auch nur auf den Teppich zu tropfen. René Magritte (1898 – 1967) war ein ordentlicher Mensch. Sorgfältig ging der belgische Surrealist auch bei der intellektuellen Untermauerung seiner hochkomplexen Rätselbilder vor. Die Schau „Magritte – der Verrat der Bilder“ will diese Ideenwelt ergründen. Die ehrgeizige Ausstellung vom 10. Februar bis zum 5. Juni in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt wurde gemeinsam mit dem Centre Pompidou in Paris entwickelt.

Größte Comic- und Manga-Ausstellung Deutschlands

500 Jahre nach dem Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche ist die Lutherstadt ab 13. Mai Schauplatz einer großen Ausstellung mit über 1000 Originalexponaten rund um den Reformator. Darunter sind seine Predigtkanzel, seine Mönchskutte und der Brief, den er am 31. Oktober 1517 an seinen geistlichen Vorgesetzten, Kardinal Albrecht von Brandenburg, schrieb. Altarbilder und Gemälde von Lucas Cranach sind weitere Höhepunkte. Passender Ort für die Schau ist das Augusteum, eines der am besten erhaltenen Universitätsgebäude aus dem 16. Jahrhundert.

Die größte Comic- und Manga-Ausstellung, die es je in Deutschland gegeben hat, das verspricht die Bundeskunsthalle für die Zeit vom 7. Mai bis zum 10. September. Die Comic-Geschichte reicht von täglichen Kurzepisoden in amerikanischen Zeitungen im 19. Jahrhundert über die Superhelden der 1930er-Jahre und dem Gallier Asterix bis hin zu Graphic Novels und Manga. Die Bundeskunsthalle in Bonn hat sich schon in den vergangenen Jahren mit jungen Themen neue Zielgruppen erschlossen.

Die erste Ausstellung in Europa zur chinesischen Porträt­malerei kündigen die Staatlichen Museen zu Berlin an. Im Kulturforum werden ab 11. Oktober die „Gesichter Chinas“ zu sehen sein. Die mehr als 100 monumentalen Bildnisse stammen aus dem Palastmuseum Peking und dem Royal Ontario Museum Toronto. Die chinesische Porträtmalerei erlebte ihre Blütezeit nach der Ankunft des Italieners Matteo Ricci im Jahr 1583. Der Jesuit kam eigentlich, um zu missionieren, beeindruckte die Chinesen aber viel mehr mit seinen wissenschaftlichen Kenntnissen und technischen Fähigkeiten. So wurde er zu einem der ersten Vermittler zwischen den beiden Kulturen.

von Christoph Driessen

 
 
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