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Von Häkeldeckchen bis zu Krabbeltierchen

Galerie Schmalfuss Marburg Von Häkeldeckchen bis zu Krabbeltierchen

Blaues Wasser, Frauen im Bikini: Wohl so manch ein Besucher der Vernissage wäre bei dem schwülen Wetter am Freitag gerne in das dreiteilige Gemälde von Antoinette gesprungen.

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Ein Besucher betrachtet ein Gemälde von Ulrike Doniés.

Quelle: Sarah Stoll

Marburg . Die passende Erdbeermilch hing in Aquarell gemalt gleich nebenan. Unter dem Titel „Summertime“ stellen acht Wochen lang sieben Künstler eine Auswahl ihrer Werke in der Galerie Schmalfuss aus.

Die Milchtüte, das riesiges Bonbonglas und die filigran verzierte Kaffeetasse sind keine Bilder für den kurzen Blick. Je länger man sich Petra Levis’ Bilder anschaut, desto plastischer und wirklicher werden die Motive. Wie gerne würde man danach greifen! Sie male nicht fotorealistisch, denn dort gebe es Unschärfen, betont Petra Levis. Sie nehme kein Foto als Vorlage, sondern male die Gegenstände ganz leicht abstrahiert nach. Die verblüffenden Lichtreflexe entstünden durch zusätzliche Beleuchtung.

Ebenso realistisch, aber doch ganz anders wirken Nicola Hankes Werke. Ihre textilen Motive – vielleicht Tischläufer, Mako-Satin-Bettwäsche und ganz sicher ein Häkeldecken – gewinnen mit der räumlichen Distanz des Betrachters an Plastizität. Selbst bei näherem Hinschauen sind Pinselstriche nicht zu erkennen. Hat die Künstlerin hier Stoffe aufgespannt? Das Schild daneben behauptet, es sei „Öl auf Leinwand“. Für den Galeristen Michael Schmalfuß ist die junge Künstlerin ein Geheimtipp, der Kauf ihrer Werke eine „gute Geldanlage“. Wer weiß, wie lange die Bilder der ehemaligen Meisterschülerin von Karin Kneffel noch bezahlbar bleiben.

Einen eigenen Raum beanspruchen die Acyrl-Werke von Ulrike Donié, denn sie schockieren, unter anderem zeigt die Malerin keine Scheu vor Neon-Farben.

von Sarah Stoll

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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