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Vom Zusammenprall der Kulturen

„Dschungelkind“ im Cineplex-Kino Vom Zusammenprall der Kulturen

Eine Geschichte von Liebe, Hass, Vergebung und Brutalität: So nennt Autorin Sabine Kuegler ihre Lebensgeschichte, die jetzt als Kinoadaption zu sehen ist.

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Sabines Mutter, die Ärztin Doris (Nadja Uhl), und ihr Vater, der Linguist Klaus (Thomas Kretschmann), ziehen 1980 mit ihrer Familie in den Dschungel West-Guineas.

Quelle: Paramount

Marburg. Monate-, wenn nicht jahrelang blickte ihr Gesicht nicht nur das deutschsprachige Lesepublikum an. Etwas verschüchtert, vielleicht konsterniert, auf jeden Fall aber fragend schaute Sabine Kuegler aus den Bücherregalen zwischen anderen Bestsellern hervor.

Das „Dschungelkind“ faszinierte mit der Geschichte seiner Kindheit im papua-neuguineischen Regenwald und den schwer überbrückbaren Gegensätzen zwischen industrialisierter und ursprünglicher Lebensweise.
Sabine Kuegler kämpft bis heute damit, diese Gegensätze zu überwinden. Im Alter von 17 Jahren kam sie nach Deutschland beziehungsweise in die Schweiz, und noch heute pendelt sie nicht nur innerlich zwischen der Kälte des deutschen Winters und der Wärme der Subtropen. Mit drei autobiografischen Episoden hat sie reichlich verfilmbaren Stoff niedergeschrieben, mit eigenen Worten „eine Geschichte von Liebe, Hass, Vergebung und Brutalität“.

 

Und nicht nur dieser Stoff war am Sonntagmittag in einer Sektmatinée im Cineplex zu sehen, auch ein prominenter Ex-Marburger kam nach Marburg. Regisseur Roland Suso Richter – einst Schüler der Elisabethschule – präsentierte sein neuestes Werk einigen hundert Interessierten und beantwortete deren Fragen. Angesichts seines mit Applaus bedachten Filmes bewältigte er diese Aufgabe gerne. Nach einer Reihe von TV-Streifen wie „Die Bubi-Scholz-Story“, „Dresden“ oder „Mogadischu“ konnte er mit seiner ersten großen Adaption für das Kino in seiner Heimatstadt überzeugen, obwohl der Stoff einige Fallen stellte.

von Christoph Spieker

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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