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Vom Glauben zur Endzeitpanik

Jürgen Mette stellt Krimi „Gnadenzeit“ vor Vom Glauben zur Endzeitpanik

Im Januar 2013 wurde der Marburger Jürgen Mette schlagartig bundesweit bekannt mit seinem autobiografischen Buch „Alles außer Mikado“ über seine Parkinson-Erkrankung. Jetzt hat der Theologe einen Krimi geschrieben.

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Jürgen Mette stallt am Dienstag in der Francke-Buchhandlung seinen Krimi „Gnadenzeit“ vor.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. 2013 gab Jürgen Mette seinen Posten als Geschäftsführender Vorsitzender des christlichen Verlags Stiftung Marburger Medien auf. Grund war seine Parkinson-Erkrankung. Das Leben mit dieser Krankheit hat der heute 62-jährige Theologe eindrucksvoll beschrieben in seinem Buch „Alles außer Mikado“, das zu einem Bestseller wurde.

Es folgten Einladungen zu Vorträgen und ins Fernsehen, die Mette nutzte, um öffentlich zu machen: „Wer Parkinson-Kranker ist, muss nicht verzweifeln“, sagte er damals der OP. Statt früher Berge zu besteigen, könne er jetzt nur noch durch Täler wandern. Aber er könne immer noch sehr viel tun, „alles außer Mikado“ eben.

Jetzt hat Jürgen Mette – sinnbildlich gesprochen – wieder einen Berg bestiegen: Er hat einen Roman geschrieben, noch dazu als Theologe und gläubiger Mensch einen Kriminalroman.

„Gnadenzeit“ hat er ihn genannt. Das ist ein zutiefst religiöser Begriff. Und Mette verbindet Spannung mit Religion und Glauben. Um eine Sekte oder christliche Glaubensgemeinschaft geht es in dem Krimi. In den Allgäuer Alpen wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Bei den Ermittlungen stoßen Hauptkommissar Bachhuber und seine Kollegin Maria Sonnlaitner auf die erwähnte Sekte, die „ihre Mitglieder in sektiererischer Endzeitpanik systematisch manipuliert und geistlich missbraucht“, wie es 
im Einband des Romans heißt.

Professor Henning Freund vom Marburger Institut für Religion und Psychotherapie wird im Einband des Buches mit den Worten zitiert: „Die gut recherchierten vielfältigen Schauplätze und die bestürzend genaue Schilderung der Mechanismen totalitär-religiöser Gruppierungen machen aus dieser Verbrecherjagd durch halb Europa ein komplexes Lesevergnügen.“

Jürgen Mette stellt seinen Krimi „Gnadenzeit“ am kommenden Dienstag, 22. September, mit einer Lesung ab 19.30 Uhr in den Räumen der Francke-Buchhandlung, Schwanallee 59, vor. Der Eintritt ist frei.

  • Jürgen Mette: „Gnadenzeit“, Gerth Medien, 224 Seiten, broschiert, 14,99 Euro.

von Uwe Badouin

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