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Volkstümliche Melodien ganz modern

Jazzchor Hessen Vokal Volkstümliche Melodien ganz modern

Mit zwei fast ausverkauften Konzerten in Schönstadt und in Marburg stimmte der Jazzchor Hessen Vokal unter der Leitung von Uwe Henkhaus auf die Adventszeit ein.

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Die Mitglieder des Chors „Hessen Vokal“ gaben altbekannte Weihnachtslieder mit eigenen Interpretationen wieder.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. „Der Engel helle Lieder“ lautete das Motto des diesjährigen Konzertes, das in der Martinskirche in Schönstadt sowie in der Pauluskirche in Marburg erklang.

„Les Anges dans nos campagnes“, so das französische Original, stamme aus dem 18. Jahrhundert, die deutsche Fassung aus dem Jahr 1954, hieß es in der Anmoderation. Wie immer hatten sich einige der 26 Sänger mit einzelnen Stücken des Programms befasst und stellten sie nun dem Publikum vor.

Es folgten gleich zwei deutsche Vertonungen. Das „Gloria“ von Roland Assian wirkte besonders durch die verschiedene Rhythmisierung der einzelnen Stimmen sehr abwechslungsreich und eingängig. Oliver Wies‘ „Hört der Engel helle Lieder“ bestach dagegen durch viele rhythmische Verrückungen, die das bekannte Weihnachtslied ungewohnt modern erklingen ließen.

Zum Finale gibts Kastanien

Ungewöhnlich für einen Jazzchor blieben die Sänger von Hessen Vokal musikalisch in Europa. Als „Exoten“ in dem Programm galten da schon Lieder aus ­Spanien, wie das eingängige „Ator“ aus dem Baskenland, das der Jazzchor bereits vor zwei Jahren vorgestellt hatte. Aber auch aus Frankreich, England oder Schweden kamen die volkstümlichen Melodien, die durch die Arrangements sehr modern daher kamen.

Einige Arrangements stammten, wie bei Hessen Vokal üblich, vom Dirigenten Uwe Henkhaus. Bei „Marien wart ein Boot gesandt“ begannen zuerst nur die Frauenstimmen, die später über ein sanftes „Ave Maria“ der Männer die weiteren Strophen sangen.

Gegen Ende ging es doch noch über den Ozean mit dem „Huron Carol“, dem ältesten Weihnachtslied Kanadas, so die Erklärung. Und ganz zum Schluss gab es mit „Chestnuts rosting on an open fire“ dann doch noch einen amerikanischen Jazz-Weihnachtsklassiker.

Die gut 150 Zuhörer in der Pauluskirche wurden mit zwei Zugaben belohnt. Nachdem der Chor singend aus der Pauluskirche ausgezogen war, bedankte sich das Publikum mit stehenden Ovationen für einen gelungenen Abend.

von Mareike Bader

 
 
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