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Violin-Virtuosen und Tasten-Titanen

Saisonbeginn des Marburger Konzertvereins Violin-Virtuosen und Tasten-Titanen

In der kommenden Saison setzt der Konzertverein besonders auf Musiker, die in Marburg bereits erfolgreich gastierten. Aber auch neue Namen stehen auf dem Programm.

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Die drei Geiger Sergey Dogadin (oben von links), Kristóf Baráti und Jiri Vodicka sowie die drei Pianisten Anatol Ugorski (unten von links), Alexej Volodin und Andrea Lucchesini.

Quelle: Archiv, Veranstalter

Marburg. Im Eröffnungskonzert am Sonntag, 1. November, gibt es ein Wiederhören mit dem Kammerorchester des Nationaltheaters Prag unter der Leitung von František Drs, das bereits die vergangene Saison eröffnet und als Spitzenorchester begeistert hatte.

Es begleitet den 28-jährigen tschechischen Cellisten Ivan Vokác, der erstmals in Marburg gastiert, in Antonin Dvoráks h-Moll-Konzert. Nach der Pause steht Peter Tschaikowskys vierte Sinfonie auf dem Programm – ein Werk, das die ursprünglich engagierte Slowakische Philharmonie nicht spielen wollte, weswegen der Konzertverein den Vertrag kündigte, wie Vorsitzender Dr. Friedemann Nassauer mitteilte.

Auch auf Tschaikowskys Fünfte und Sechste („Pathetique“) dürfen sich die Freunde romantischer Sinfonik freuen. Interpreten sind am 27. Februar die erstmals in Marburg auftretende Arthur-Rubinstein-Philharmonie Lodz unter der Leitung von Daniel Raiskin, den das Publikum von seinen beiden Gastspielen mit der Rheinischen Philharmonie Koblenz in bester Erinnerung hat, und am 7. Februar die Neue Philharmonie Westfalen, die vor sechs Jahren mit Anton Bruckners Siebter begeisterte. Dirigiert wird das Orchester von seinem neuen Generalmusikdirektor Rasmus Baumann.

Publikumslieblinge kehren nach Marburg zurück

Das vierte große Sinfonieorchester der kommenden Saison bestreitet am 24. April das Abschlusskonzert: Die Smetana Philharmoniker Prag unter der Leitung von Hans Richter, Urenkel des gleichnamigen Uraufführungsdirigenten von Richard Wagners „Ring“, widmen sich bei ihrem Marburg-Debüt dem deutschen Spätromantiker Max Reger aus Anlass seines 100. Todestages am 11. Mai.

Solist in seinem selten im Konzert zu hörenden Violinkonzert ist Jiri Vodicka, der im Abschlusskonzert der vergangenen Saison mit Tschaikowskys Violinkonzert Triumphe feierte. Auch die beiden anderen jungen Geiger, die Nassauer verpflichtet hat, sind besondere Lieblinge des Marburger Publikums. Der Ungar Kristóf Baráti spielt am 8. November alle drei Sonaten von Johannes Brahms. Seine Klavierpartnerin ist wie beim Beethoven-Marathon in der vergangenen Saison seine Landsmännin Klara Würtz.

Nach dem zweiten Konzert im November folgt eine dreimonatige Pause: Der russische Geiger Sergey Dogadin, der vor zwei Jahren mit seinem Landsmann Nikolai Tokarev ein atemberaubend virtuoses Feuerwerk im Audimax entzündete, widmet sich beim ersten Konzert im neuen Jahr, am 7. Februar, der Marburg-Premiere von Dmitri Schostakowitschs erstem Violinkonzert.

Auch Klaviermusik-Freunde kommen wieder auf ihre Kosten: Altmeister Homero Francesch gibt am 21. Februar, zwei Jahre nach seinem letzten Marburg-Gastspiel, einen Klavierabend mit Werken von Robert Schumann und Brahms.

Prager Vlach-Quartett spielt am 12. März

Alexej Volodin, einer der Superstars unter den jungen Tasten-Titanen widmet sich am 27. Februar einem der pianistisch anspruchsvollsten Klavierkonzerte: der Nummer zwei von Brahms. Er gibt genauso sein Konzertverein-Debüt wie sein Landsmann Anatol Ugorski, der am 20. März Wolfgang Amadeus Mozarts „Jeunehomme“-Konzert spielen wird, begleitet von der gleichfalls erstmals in Marburg musizierenden Kammerphilharmonie Amadé unter der Leitung von Frieder Obstfeld.

Der italienische Pianist Andrea Lucchesini wurde in den 80er und 90er Jahren beim Konzertverein gefeiert. Am 16. April ist er gemeinsam mit dem Minguet Quartett in Klavierquintetten von Dvorák und Schumann zu hören. Das 1988 gegründete Ensemble gastiert erstmals beim Konzertverein, nachdem es 2011 im Marburger Schloss die 25. Eckelshausener Musiktage krönte.

Gern gehörte Gäste beim Konzertverein sind auch das Prager Vlach-Quartett, das am 12. März Streichquartette von Joseph Haydn, Bedrich Smetana und Dvorák spielen wird, und das Georgische Kammerorchester Ingolstadt. Unter der Leitung von Ruben Gazarian begleitet es am 10. April den Solooboisten der Stuttgarter Staatsoper Ivan Danko bei seinem Marburg-Debüt. Auf dem Programm stehen Werke von Leoš Janácek, Jacques Ibert und Josef Suk.

  • Alle Konzerte finden im Audimax statt, da die Stadthalle voraussichtlich erst ab Mai wieder bespielbar ist. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.

von Michael Arndt

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