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Vierzigjährige in Gefühlswirren

Neu im Kino: Beziehungsweise New York Vierzigjährige in Gefühlswirren

In „Beziehungsweise New York“ erzählt Cédric Klapisch, was aus seinen Protagonisten der lustigen WG aus „Barcelona für ein Jahr“ geworden ist: Vierzigjährige, die in heftigen Gefühlswirren stecken.

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Xavier bekommt Besuch von Martine.Foto: StudioCanal

Marburg. Xavier ist Schriftsteller. Mit Vierzig gleicht sein Leben einem Chaos: Sein Drama beginnt mit der Trennung von seiner Frau Wendy, die ihn und Paris verlässt, weil sie sich in einen Amerikaner verliebt hat. Die Entscheidung, ihr wegen der beiden Kinder nach New York zu folgen, stürzt ihn in ein Durcheinander. Mit „Beziehungsweise New York“ setzt Cédric Klapisch seine Komödie über Xavier und seine Freundinnen fort, die er 2002 mit „L‘auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr“ begann. Ein leichtfüßig-unterhaltsames Wiedersehen mit bekannten Figuren und einer glänzenden Besetzung.

Klapisch kehrt zu seinen bekannten Figuren zurück. In „Barcelona für ein Jahr“ lernte man Xavier, Isabelle und Martine als Mittzwanziger kennen. Damals lebten sie in einer lustigen Studenten-WG. Ihre Entwicklung verfolgte er drei Jahre später in „Wiedersehen in St. Petersburg“ weiter. In „Beziehungsweise New York“ schlägt er nun das nächste Kapitel im Leben seiner Protagonisten auf: Als mittlerweile Vierzigjährige, die alle in komplizierten Alltagsstrukturen und Gefühlsturbulenzen stecken.

Mit seinem „L‘Auberge espagnole“-Ensemble hält der Regisseur den Zuschauern gewissermaßen den Spiegel ihrer eigenen Entwicklung vor: von den Studentenjahren voller Projekte und Ideale, bis hin zum Erwachsensein mit seinen Zwängen, Widersprüchen und Ernüchterungen. Der Film ist wie das Leben selbst: Eine Aneinanderreihung großer und kleiner Dramen, Momente der Freude und des Glücks.

„Beziehungsweise New York“ taucht den Zuschauer mit herrlichen Bildern in die quirlige und vielfältige Welt der New Yorker Metropole ein. Die Wiederbegegnung mit einer brillanten Besetzung - Romain Duris als Xavier, Cécile de France in der Rolle von Isabelle, Audrey Tautou als Martine und Wendy gespielt von Kelly Reilly - sorgt für unterhaltsames, verspielt-cartooneskes Kinovergnügen.

Der Film läuft im Capitol.

von Sabine Glaubitz

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