Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Vier Solisten treffen auf einen Akkordarbeiter

Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtage Vier Solisten treffen auf einen Akkordarbeiter

Eigentlich hätte das Konzert „Peter Groß und die Vokalsolisten Fulda“ heißen müssen. Als wahrer „Akkordarbeiter“ erwies sich der Bezirkskantor des Kirchenkreises Kirchhain am Flügel als Begleiter des Fuldaer Ensembles am Freitag bei den Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtagen.

Voriger Artikel
Macht und Ohnmacht im Familienalltag
Nächster Artikel
Publikum feiert Orchester

Gestalteten den Liederabend: Peter Groß (von links), Annika Gerhards, Regina Wahl, Ralf Emge und Domkapellmeister Franz-Peter Huber.Privatfoto

Stadtallendorf. Als wahre Vokalsolisten präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger um Domkapellmeister Franz-Peter Huber in der Stadthalle. Hauptsächlich Lieder von Schubert und Brahms standen auf dem Programm. Eröffnet wurde es von der gewaltigen „Hymne an den Unendlichen“ und „Gott im Ungewitter“ von Franz Schubert. Ein wenig dominiert wurde der vierstimmige Gesang von der Sopranistin Annika Gerhards, was aber den Gesamteindruck nicht schmälerte.

Nicht nur als gefühlvoller Liedbegleiter erwies sich Peter Groß. Wer die Kompositionen der beiden Romantiker kennt, weiß, dass auch die Klavierbegleitungen auskomponiert wurden und dies eine gewisse Freiheit in der musikalischen Umsetzung des Begleiters zulässt. Auch die Begleitung war ein Konzert für sich. Insgesamt vier Klavierstücke von Johannes Brahms präsentierte Groß als „Zwischenmusiken“ zu den solistischen Auftritten der Sängerinnen und Sänger. Franz-Peter Huber sang mit warmer Baritonstimme „Die Taubenpost“ von Schubert. Ebenso überzeugend war Regina Wahl (Alt) mit „Gretchen am Spinnrad“. Beide hätten ein wenig mehr Volumen in die Stimme geben können. Bei Ralf Emge (Tenor) war dies schon mehr gegeben. Von „Ewiger Liebe“ sang er und tat dies unaufdringlich und mit Ausdruck.

Mit einer gewissen Gespanntheit erwartete man den Soloauftritt der Sopranistin Annika Gerhards. Brahms´ „Lerchengesang“ zelebrierte sie mit einer warmen, ausdrucksvollen Stimme, die auch in den Höhen immer noch klar und deutlich war.

Die Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtage gehen noch bis zum 9. Juni.

von Hans Christ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr