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Vier „Highlander“ in Marburg

Folk-Band „Malinky“ trat im KFZ auf Vier „Highlander“ in Marburg

Anscheinend gibt es 
nur wenige fröhliche Musik-Balladen in Schottland. Denn in den Texten von „Malinky“ geht es häufig um Mord, Totschlag und Untreue. Doch gerade bei diesen Songs brilliert die traditionsverbundene schottische Folk-Band und bringt die Musik von den schottischen „Highlands“ hinunter ins Lahntal.

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Der Schotte Steve Byrne gastierte mit seiner Band „Malinky“ im Kulturladen KFZ.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Dem Quartett ist Marburg durchaus bekannt. Vor fünf Jahren lud der „Folkclub Marburg“ die Band zum ersten Mal ein.

Leadgitarrist Steve Byrne 
spricht sogar hervorragendes 
Deutsch. Noch besser beherrscht der Mann mit der 
 lockigen roten Haarpracht seine Akustikgitarre, der er vorzüglich tiefe Töne im gemächlichen Takt entlockt.

Wer von den 50 Besuchern im KFZ gedacht hat, es sich für 90 Minuten auf einem Stuhl bequem machen und sich von schottische Balladen berieseln lassen zu können, wird eines Besseren belehrt.
Malinky dulden keine passiven Zuschauer.

Immer wieder animiert das Quartett seine Fans zum Mitsingen – mal Keltisch, mal Kauderwelsch ohne 
Bedeutung. „Wenn ihr sowas in Schottland sagt, werden die Leute Euch komisch angucken“, meint Byrne. Für keltischen Folk im 21. Jahrhundert sind Jeans und Hemd, Gitarre, Geige, Cello und Flöte völlig ausreichend. Das Quartett kommt ohne Schottenröcke und Dudelsäcke aus.

Doch auch ohne das bekannteste schottische Instrument wirken die düsteren keltischen Balladen. Dafür zeichnet vor allem Fiona Hunter verantwortlich. Die einzige Frau der Band ist nicht nur Sängerin, sondern beherrscht auch das Cello, mit dem sie die melancholische Stimmung betont.

Bei den wenigen schnellen und peppigen Songs wie „brisk young lad“ läuft Geiger Mike Vass, der mit flinken Fingern den Takt vorgibt, zur Höchstform auf. Und wer hätte es gedacht: Wenn es in den Songtexten munter und fröhlich zugeht, dann ist stets Whiskey im Spiel.

von Benjamin Kaiser

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