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Vielschichtige Kunstwerke

Veronika Dutt Vielschichtige Kunstwerke

Wie kann man Lärm und Stress in der Kunst am besten entfliehen? Ruhe ist die Antwort, die in der LOG Gallery in der Ketzerbach zu sehen ist.

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13 Jahre nach ihrer ersten Ausstellung in Marburg, zeigt Veronika Dutt wieder ihre Werke in der LOG Gallery.Foto: Mareike Bader

Marburg. Mit Veronika Dutt präsentierte die „Lorraine Ogilvie Gallery“ vor nun schon 13 Jahren ihre zweite Einzelausstellung. Dutt hatte gerade bei der Hessiale ihre Arbeiten gezeigt und wurde Dr. Michael Herrmann empfohlen. Nach der zweiten Ausstellung „Lichtung“ im Jahr 2009 in den neuen Räumen in der Ketzerbach, sind hier nun auch die neuen Arbeiten der Künstlerin zu sehen.

Beim ersten Betrachten fallen vor allem die Farbflächen auf. Bei genauerem Hinsehen fallen einem jedoch immer mehr feine Details auf, die fast strukturartig wirken.

Veronika Dutt arbeitet mit Lasurtechnik. Schicht für Schicht trägt sie hauchdünne Farbschichten aus sehr flüssiger Lasur mit einem Quast auf und lässt daraus ein Bild entstehen. Wie lange sie an einem Werk arbeite könne sie nicht sagen, erklärte sie bei der Ausstellungseröffnung am Freitag. Sie arbeite immer an mehreren Bildern parallel, da diese zwischen den Arbeitsschritten zum Trocknen hingelegt werden müssen. Es sei ein langer, diffiziler Prozess, so Dutt, der zwischen einer Woche und zwei Monaten dauern könne.

Mit den ruhigen Arbeiten entflieht Galerist Dr. Michael Herrmann auch dem Lärm und Stress vor der eigenen Galerie. Seit August hat er eine Baustelle direkt vor der Tür, was für ihn das Arbeiten fast unmöglich mache, erzählt er. „Ich habe so ein Radau vor der Tür, da will ich eine Ausstellung, die kontemplative Stille vermittelt, zeigen“, erläuterte Herrmann bei der Vernissage. Trotz schlechtem Wetter und Baustelle waren über 40 Besucher gekommen.

Herrmann zeigt gerne Künstler nach einiger Zeit wieder. So könnten Kunstinteressierte sehen, wie und ob sich der Künstler weiterentwickelt habe, so der Galerist. Bei der ersten Ausstellung, habe Veronika Dutt noch Zeichnungen gezeigt. Das mache sie aber schon eine Weile nicht mehr, entgegnete die Künstlerin. Lichtkegelbilder, wie bei der zweiten Ausstellung, findet man auch dieses Mal wieder.

Ihre Bilder entstehen im Farbprozess, erzählt Veronika Dutt. Bei der Arbeit schaue sie immer nach Licht und Schatten. Dabei habe sie keinen festen Standort: „Ich beweg mich ständig um das Bild herum“, berichtet sie. So sei ihren Werken auch anzusehen, dass der Raum entstehen und sich entwickeln dürfe.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Dezember in der LOG Gallery, Ketzerbach 31 zu sehen. Die Galerie ist von Dienstag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr und 16-19 Uhr geöffnet, sowie samstags von 11-13 Uhr.

von Mareike Bader

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