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Premiere von "Mephistophela" Viele Ideen, tolle Tänze, schöne Kleider

Tosender Applaus, Füße stampfen auf den Boden. Die Halle bebt. So endete am Freitag in der randvollen Stadthalle die Premiere von "Mephistophela", einem Tanzstück der Ballettschule "danceart".

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Das Tanzstück „Mephistophela“ bestand aus den Darbietungen verschiedener Tanzgruppen von „danceart“.Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Zwei Jahre lang haben sich die Tänzerinnen und Tänzer mit harter Arbeit auf diesen Abend vorbereitet. In ihrer Interpretation präsentieren mehr als 350 Schülerinnen und Schüler ihre tänzerische Entwicklung und ihr Können in den verschiedensten Tanzformen. Vertreten sind Ballett, Spitzentanz, Modern Dance, Jazz, Hip Hop, Latein und der Kindertanz. In fünf Bildern wird die Handlung auf die Bühne gebracht. Auf der Suche nach der Antwort, was wahre Schönheit sei, gerät der grüblerische Studicus an Mephistophela. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit ihr ein, der beinhaltet: die Wahrheit im Tausch gegen seine Seele. Mephistophela führt ihn zu der schönen Vanessa, die jedoch eine Hexe ist.

Tosender Applaus, Füße stampfen auf den Boden. Die Halle bebt. So endete am Freitag in der randvollen Stadthalle die Premiere von „Mephistophela“, einem Tanzstück der Ballettschule „danceart“. 

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Zurück in seinem Heimatdorf, erkennt Studicus in dem Dorfmädchen Isabella die Antwort auf seine Frage, jedoch hält das Glück der beiden nicht lange an. Mephistophela fordert ihren Preis. Bei aller Schwere der Thematik, wird jedoch auch für humorvolle Auflockerung gesorgt, wofür vor allem die Kleinsten der Tanzschule sorgen. Das Piano ertönt und zauberhafte kleine Wesen erscheinen in blauen und weißen Kostümen. Konzentriert bemühen sie sich, das Gelernte auf der Bühne umzusetzen und beweisen, wie wunderbar Unperfektion sein kann, vor allem, wenn sie das richtige Timing trifft.

Spektakel aus der Unterwelt

So tanzen sie sich ab dem ersten Moment in die Herzen der Zuschauer. Mit Wechseln von Gruppenchoreographien, Duetten und Solostücken wird das Publikum durch den Abend geführt. Und so vollführt der Studicus seine Verzweiflung mit einer Solo-Choreographie in klassischem Ballet und verdient sich damit einen Zwischenapplaus, der an diesem Abend nicht der letzte bleiben soll und auch Mephistophela tanzt als Solistin mit ausgesprochener Sicherheit als einzige auf Spitzenschuhen und zeigt mit stolzer Haltung die Herrschaft über ihr Reich, wobei ihre Armee von Kriegerinnen an jene von Penthiselea erinnert. Die schöne Hexe Vanessa bezirzt durch Sinnlichkeit, Ausdauer und großer Bühnenpräsenz. Alle drei Solistinnen beweisen darüber hinaus auch großes schauspielerisches Talent.

Auch das Schattenreich selbst wird dem Publikum nicht verwehrt. Im dritten Bild wird ein mit Pyrotechnik bestücktes Spektakel der Unterwelt präsentiert. Mit Chansons, langen Beinen, funkelnden Kostümen und einer Portion Frivolität erinnert die Choreographie der älteren Schülerinnen an Revuetänze des Moulin Rouge. Dabei sitzen die jüngsten Tänzerinnen im Hintergrund und warten, ehe sie selbst zur spanischen Gitarre zum Einsatz kommen dürfen.

Deutlich wird, auf welch spielerische Weise die Schülerinnen und Schüler bereits im Kindesalter an den Tanz herangeführt werden und ihnen die Freude an der Bewegung vermittelt wird. So, dass sie als junge Erwachsene, wie es an diesem Abend zu sehen ist, mit Professionalität beeindrucken. Nicht nur durch die vielfältigen Choreographien, sondern auch durch Kostüme, Bühnenbild und Licht beweist die Tanzschule große Kreativität. Alle drei Komponenten sind zwar aufwendig gestaltet, jedoch nur so sehr wie notwendig, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Neben der Premiere am Freitag waren am Wochenende noch zwei weitere Vorstellungen zu sehen.

von Nigar Ghasimi

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