Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Vernetzung von Musik, Kunst und Künstlern

Reihe im Knubbel Vernetzung von Musik, Kunst und Künstlern

Mit dem dritten Event aus seiner „Ich kenn...“-Reihe emanzipiert sich David Guzys Projekt von dem elektronischen Einheitsbrei der Marburger Partyszene.

Voriger Artikel
„Draußen wimmelt es vor Idioten“
Nächster Artikel
Aufregende Reise in die Dunkelheit

Der Graffiti-Künstler Simon Kneip war aus der Wetterau angereist. Gemeinsam mit befreundeten Künstlern arbeitete er vor dem Knubbel.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Guzy, Kunstpädagogikstudent aus Marburg und Initiator der „Authentic Sh!t“-Partys, lud am Freitagabend befreundete Künstler ins Knubbel ein, um der Marburger Kulturszene mehr Farbe zu geben und ein Forum zu kreieren, innerhalb dessen sich Kunstschaffende aus verschiedensten Genres und Kunstinteressierte austauschen und inspirieren können.

Unter ihnen sind Maler, Fotografen und Graffitikünstler. „Sprayen ist für mich etwas sehr Intuitives“, sagt Christian Aretz, der extra aus Osnabrück angereist ist. Der Darmstädter Architekturstudent Julian Gardner sieht in der Graffitikunst eine „Gegenreaktion zum ergrauten Stadtbild“.

Kunstveranstaltung im Knubbel - Marburg, 17.April 2015 - Graffiti Künstler Dennis Tannhäuser ( Marburg)

Zur Bildergalerie

Wer bei Graffiti immer noch an Vandalismus denkt, muss feststellen, wie gereift sich das Sprayen als Kunstform im Jahr 2015 präsentiert. Die Künstler sprechen von einem „Handwerk“ und begreifen sich als „Gestalter, in etwa wie ein Typograph“.

Bei allen Gesprächen fällt auf, dass immer wieder das Wort „Gemeinschaft“ fällt. Die Plattform, die Guzy mit seiner Reihe schaffen möchte, sie spiegelt das Selbstverständnis der Teilnehmer wider.

Bei Betreten des Foyers lernt man weitere Bestandteile dieses kreativen Netzwerks kennen. Da ist ein Tattoo-Artist, der sich an diesem Abend noch auf Guzys Bein verewigen wird. Nebenan hat der Marburger Klamottenladen „artgerechtes“ seine Siebdruckmaschine aufgebaut. Mitgebrachte Shirts und Jutebeutel können bedruckt werden oder man kauft direkt eines der fair gehandelten Teile aus dem artgerechten Sortiment.

Gemälde, inspiriert von Fotografie, Street Art und abstrakter Kunst, komplettieren die Vielfalt der Veranstaltung und machen den Abend zur Vernissage. Ausgestellt wurden Werke lokaler Künstler, aber auch von Kollegen aus Köln, der Türkei und Los Angeles. Ab 22.30 Uhr legten DJs aus Berlin, Frankfurt und Marburg auf. Am 23. Oktober kehrt die „Ich kenn...“-Reihe zurück. Das genaue Motto ist noch geheim, wird aber rechtzeitig auf Facebook unter „Ich kenn den DJ“ bekannt gegeben.

von Maik Dessauer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr