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Verdis Requiem hoch drei

Drei Chöre, drei Städte, drei Konzerte Verdis Requiem hoch drei

Mittelhessische Chöre und Orchester bringen gemeinsam Verdis große „Messa da Requiem“ auf die Bühne. Geplant sind drei Konzerte, eines davon am 10. November, an Verdis 200. Geburtstag, in der Marburger Pfarrkirche.

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Das Foto zeigt den Marburger Bachchor bei einem Konzert in der Lutherischen Pfarrkirche. Am 10. November werden vermutlich weit mehr Sängerinnen und Sänger verschiedener Chöre den Altarraum füllen.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Als „Signal an die mittelhessische Kulturlandschaft“ wertet Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette die Gemeinschaftsproduktion von Stadttheater Gießen, Gießener Konzertverein, Wetzlarer Singakademie, Marburger Bachchor und Marburger Oktett. Unter der musikalischen Leitung von Jan Hoffmann, Chordirektor am Stadttheater Gießen, stehen am 15. November um 20 Uhr rund 200 Choristen auf der Bühne der Wetzlarer Rittal-Arena. Unterstützt werden sie von etwa 70 Musikern des Philharmonischen Orchesters Gießen und den international erfahrenen Solisten Maria Chulkova (Sopran), Manuela Custer (Mezzosopran), Adrian Xhema (Tenor) und Calin-Valentin Cozma (Bass).

„Unter dem Motto Verdi hoch drei: Drei Städte, drei Chöre, drei Konzerte“ finden vorher jedoch bereits Konzerte am 5. November im Stadttheater Gießen (ausverkauft) und am Sonntag, 10. November, auch in Marburg statt. Um 17 Uhr erklingt dann Verdis größtes Requiem in der Marburger Pfarrkirche. Dirigiert wird das Marburger Konzert von Nicolo Sokoli, dem künstlerischen Leiter des Marburger Bachchors.

Seit dem Sommer arbeitet der Marburger Bachchor unter der Leitung von Nicolo Sokoli intensiv an dem Requiem von Giuseppe Verdi. Ging es anfangs vornehmlich um die Einstudierung des Notentextes, so steht seit einigen Wochen der musikalische Feinschliff im Vordergrund der wöchentlichen Probenarbeit. Gefeilt wird an der Dynamik, an der Artikulation, am Tempo, am Klang und an der Balance, „um die Spannung und Dramatik und die Transformation des mystischen Gehalts der Totenmesse musikalisch so erlebbar zu machen, dass der Zuhörer durch die Musik nicht nur fasziniert, sondern gerührt und berührt wird“, betont der Bachchor.

Für die Aufführungen der „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi kooperiert der Marburger Bachchor erstmals mit den Chören des Gießener Stadttheaters und dem Chor der „Singgemeinschaft Gießen/Wetzlar“. Bei der Aufführung in Marburg wird der Chor zudem noch durch den Kammerchor „Marburger Oktett“ ergänzt.

Wie viele Sänger aus Gießen bei der Aufführung in Marburg tatsächlich mitwirken werden, steht noch nicht fest. Dies ist auch eine Platzfrage - im Vergleich zur 200 Quadratmeter großen Bühne der riesigen Rittal-Arena ist das Raumangebot im Altarbereich der Pfarrkirche begrenzt. Das Projekt anlässlich des Verdi-Jubiläumsjahrs steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier. „Ich bin sehr froh, das Werk in dieser Größenordnung umsetzen zu können“, unterstrich der Gießener Chordirektor Hoffmann mit Blick auf die Gemeinschaftsarbeit.

von Stephan Scholz und Uwe Badouin

Die Konzerte

Gießen: Dienstag, 5. November, 20 Uhr, Stadttheater (ausverkauft); Künstlerische Leitung: Jan Hoffmann

Marburg: Sonntag, 10. November, 17 Uhr, Lutherische Pfarrkirche St. Marien; Künstlerische Leitung: Nicolo Sokoli

Karten an der Abendkasse, bei MTM am Pilgrimstein oder per E-Mail unter karten@marburger-bachchor.de

Wetzlar: Freitag, 15. November, 20 Uhr, Rittal-Arena; Künstlerische Leitung: Jan HoffmannKarten: www.rittal-arena.de.

Hintergrund

Giuseppe Verdi (10. November 1813 – 27. Januar 1901) ist mit Mozart der meistaufgeführte Opernkomponist der Musikgeschichte. Seine am 22. Mai 1874 in Mailand uraufgeführte „Messa da Requiem“ gilt bis heute als Meilenstein. Verdi komponierte das Requiem zum Andenken an den Dichter Alessandro Manzoni.

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