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Urbane Kunst trifft auf alte Architektur

Anno Matthias Henke stellt aus Urbane Kunst trifft auf alte Architektur

Regionale Künstler haben es schwer, ihre Werke in einer Einzelausstellung zeigen zu können. Anno Matthias Henkes Kunst ist in einem umgebauten Brauereigebäude im Wehrdaer Weg zu sehen – ein spannender Kontrast.

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Anno Matthias Henke freut sich, am ungewöhnlichen Ausstellungsort viel Fläche für 45 Werke zur Verfügung zu haben.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Ausstellungsflächen 
sind für Künstler in und um Marburg rar gesät. Umso glücklicher war Anno Matthias 
Henke, als er die Gelegenheit bekam, seine Kunstwerke im Marburger Schulungszentrum von Medi-Learn im Wehrdaer Weg auszustellen.

So trifft die alte Architektur des ehemaligen Brauereigebäudes auf die moderne Kunst Henkes, der in seinem Schaffen immer wieder den Menschen und seine urbane Umgebung verarbeitet.

Henke stehen im neu entstandenen Schulungszentrum viele 
 große Flächen zur Verfügung, die sich hervorragend gerade für seine großformatigen Flächen eignen. „Solche Bilder brauchen große Räume. Die sind hier richtig toll gehängt“, bemerkte Rosemarie Knierim, eine Besucherin der Vernissage.

Ausstellungsmotto lautet „Blindflug“

Wie sie nutzten die zahlreichen Besucher die Möglichkeit, die verschiedenen Räume, Gänge und Treppenhäuser zu durchstreifen und Henkes Kunst zu entdecken, deren starke Farbigkeit in den offenen Räumen eine wahre Strahlkraft entwickelt.

Sieben Jahre lang wurde das ehemalige Brauereigebäude umgebaut. Die vom verstorbenen Architekten Andreas Naumann entworfene Galerie, die einen Blick auf den Eingangsbereich und die hohen Wände bietet, ermöglicht weitere Perspektiven.

„Blindflug“ nennt Anno Matthias Henke seine Ausstellung, bei der 45 Werke zu sehen sind. Denn bei seiner Malerei gehe er ohne einen festen Plan heran. „Ich spritze, ich kratze, ich gehe mit dem Spachtel darüber – und dann entsteht ein farbiges Chaos“, erklärte der Künstler. „Blindflug“ sei für ihn gleichzeitig auch ein Ausdruck der Orientierungs- und Ratlosigkeit in der Gesellschaft.

Zusätzlich zu den Gemälden ist im ehemaligen Eiskeller eine Videoprojektion zu sehen, die Henke für eine Ausstellung mit der Künstlervereinigung (KüV) Marburg-Biedenkopf in Bologna angefertigt hat, wo er selbst neun Jahre lang lebte.

Kontakt kam beim Marburger Frühling zustande

Seit Ende 2011 lebt und arbeitet er in Köln. Aber auch in Marburg ist er nach wie vor präsent, durch die Zusammenarbeit mit der KüV oder durch das Atelier seiner Mutter Annegrete Henke-Reinarz, wo ihn Dr. Bringfried Müller, einer der Geschäftsführer von Medi-Learn, beim diesjährigen Marburger Frühling entdeckte.

Anno Matthias Henke freut sich sehr über die Möglichkeit, auf so viel Wandfläche ausstellen zu dürfen und hofft, dass auch weitere Künstler der KüV diese Möglichkeit erhalten. „Wir sind durchaus offen, das fortzusetzen“, bestätigte 
Dr. Bringfried Müller.

Feste Öffnungzeiten, zu denen die Kunstwerke von Anno Matthias Henke zu sehen sind, gibt es allerdings nicht. Besichtigungen sind nach Absprache über das Medi-Learn-Büro – telefonisch über 06421/620150 oder per E-Mail info@medi-learn.de – sowie über Anno Matthias Henke unter info@annohenke.de möglich.

von Mareike Bader

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